iPad 3: Doch kein Verkaufsstart in diesem Jahr

Flavio Trillo
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Viele Beobachter waren sich schon vor dem Start des iPad 2 einig: Mehr als ein Übergangs-Modell, eine Art Facelift ist es nicht. Die “wahre” Aktualisierung kommt erst im Herbst, dann aber mit neuem hochauflösendem Display. Doch all diesen, teils mit großer Selbstsicherheit vorgetragenen Behauptungen macht jetzt eine Meldung aus Taiwan den Garaus. Hersteller von Touch-Panels geben an, dass ein iPad 3 in diesem Jahr äußerst unwahrscheinlich sei.

Erst kürzlich sei Apple mit den Plänen für einen neuen Tablet-Rechner auf die Produzenten zugekommen, berichtet die DigiTimes. Demnach verlange das Unternehmen von seinen Zulieferern Displays mit einer höheren Auflösung, eventuell sei sogar ein AMOLED-Modul geplant. Noch befinde sich das Projekt aber in der Planungsphase, was ein Erscheinen des begehrten Retina-iPad für dieses Jahr äußerst unwahrscheinlich mache.

Zudem ginge Apple mit einem iPad-3-Start im Herbst das Risiko ein, sich ins eigene Fleisch zu schneiden. So gut wie sich das iPad 2 aktuell verkauft, wäre jede vorschnelle Aktualisierung des Produktes reiner Kannibalismus. Sollte man sich in Cupertino tatsächlich für ein AMOLED-Display entscheiden, käme das Problem des Konkurrenzverhältnisses zu Samsung hinzu.

Der koreanische Hersteller ist Marktführer und kontrolliert einen Großteil der weltweiten AMOLED-Produktion. Gleichzeitig steht er Apple im Wettstreit um Tablet-Kunden gegenüber. Steve Jobs soll es also daran gelegen sein, sich anderweitig umzusehen und dafür benötigt er mehr Zeit. Wer sich also jetzt selbst auf den September vertröstet hat, sollte seine Entscheidung möglicherweise noch einmal überdenken. So schlecht ist das iPad 2* schließlich auch wieder nicht.

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