iPad 3: Was alles schief gehen könnte

Flavio Trillo
18

Für den 7. März hat Apple ein Event angekündigt, bei dem es Dinge zu sehen und zum anfassen geben soll. Aller Wahrscheinlichkeit nach erblickt am morgigen Mittwoch also der Nachfolger des iPad 2 das Licht der Welt. Doch was, wenn alles in die Hose geht?

iPad 3: Was alles schief gehen könnte

Zum einen wäre dort der „große Vorsprung der Konkurrenz“, den Roger Cheng von CNET offenbar als ziemlich bedrohlich empfindet. Seiner Ansicht nach weisen einige Geräte, die er der Tablet-Kategorie zuordnet, Pfunde auf, mit denen das iPad 3 nicht werde wuchern können.

Mit vielen Eingeständnissen und Relativierungen schafft Cheng es, den funktionsarmen, langsamen Amazon Kindle Fire irgendwie zur ernsthaften Konkurrenz zu adeln.

Das Asus Padfone wird als „Gimmick“ beschrieben, dessen größter Vorteil ein Stylus sein soll — doch doch, richtig gelesen. Hierzu lässt sich das gleiche sagen, wie auf den nächsten von Cheng genannten Kandidaten, das Samsung Galaxy Note 10.1: „Wer will schon einen Stylus?“, fragte Steve Jobs im Jahr 2007 zu Recht und ließ darauf ein herzhaft angewiedertes „Yeach“ folgen.

Ja, da hat das iPad 3, das iPad 2S, das iPad HD oder das iPad WeißDerGeier schon eine Menge aufzuholen bei all diesen verdammt populären und erfolgreichen Geräten. Aber, was sag ich, ohnehin wird der kommende Tablet-Computer aus Cupertino niemals für die breite Masse interessant sein.

„Retina-Display, möglicherweise ein iOS-Upgrade und vielleicht ein paar andere Verbesserungen“ reichen Cheng zufolge höchstens aus, um ein paar verkorkste Apple-Jünger hinter dem Ofen hervorzuholen. Ob das jedoch genüge, Apples dominierende Stellung im Tablet-Markt auf lange Sicht zu festigen, sei höchst fraglich. Vor allem wenn man die „rasanten Fortschritte der Konkurrenz“ betrachtet. Noch einmal: Stylus!

Doch ist die Liste der möglichen Katastrophen für Apple damit noch nicht vollständig. Dank der „fürchterlichen Mathematik“ und „nicht ganz präzisen Zahlen“ (sic!) von Charlie Sorrel wissen wir, was es Apple kosten würde, das iPad nicht in dem Moment in den Verkauf zu geben, in dem Tim Cook es auf der Bühne des Buena Yerba Center in San Francisco das erste Mal ins gleißende Scheinwerferlicht hält.

Mit Hilfe wirr durcheinander geworfener Annahmen, Werte und Statistiken kommt er zu dem Ergebnis, dass der Konzern für jeden Tag, den die Menschheit vom iPad 3 weiß, ohne es kaufen zu können, 100 Millionen US-Dollar in den Sand setzt.

Zu dieser Schlussfolgerung gelangt er unter Zuhilfenahme der jüngst veröffentlichten Zahl von 15,4 Millionen verkaufter Geräte im 4. Quartal 2011 sowie des durchschnittlichen Preises für ein iPad 2. Voraussetzung wäre allerdings, dass von einer Minute auf die nächste die weltweiten iPad-Verkäufe zum Erliegen kämen.

Also, Apple, nur so als kleiner Tipp: Solltet Ihr morgen Abend nicht eine eierlegende Wollmilchsau mit Stift, iPhone-Dock-Steckplatz, wenig Leistung und einem 14-Kern-Prozessor vorstellen, die dann obendrein nicht sofort verfügbar ist, könnt Ihr den Laden gleich dicht machen. Nichts zu danken.


Wir sind natürlich auch dabei: Ticker und Live-Sendung zu Apples iPad-Event gibt’s nur bei GIGA!

Weitere Themen: iPad 2, Apple

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz