Konzept Irene: Interaktive eBooks fürs iPad

Mit iBooks Author und der dazugehörigen Initiative für mehr multimediale Inhalte in Lehrbüchern hat Apple das eBook zu mehr als einer digitalen Version herkömmlicher Bücher erhoben. Doch ein Student geht mit seiner Vision vom interaktiven Lesen noch zwei bis drei Schritte weiter. Ireneapp könnte Autoren und Lesern neue Welten eröffnen.

Konzept Irene: Interaktive eBooks fürs iPad

Timo Leßmöllmann ist uns bereits von seiner Idee zur Umgestaltung des iBookstore mit mehr kommunikativen Elementen bekannt. Doch war „iBooks Revisited“ nur die Vorstufe, um das Interesse an einer Art „iBooks Plus“ abzuschätzen.

Sein neues Projekt befasst sich ebenfalls mit eBooks auf dem iPad. „Irene“ ist ein Akronym für „interactive reading experience – notably easy“. Eine interaktive Leseerfahrung kennen manche vielleicht noch von früheren Abenteuerbüchern und Krimis, zumeist für Kinder, in denen der Leser den Pfad des Protagonisten mitbestimmen konnte. „Willst Du tiefer in die Höhle hineinkriechen? Dann gehe zu Seite 32“ — und ähnliches mehr.

Doch Irene erhebt diese Art der Mitbestimmung auf eine neue Ebene. Sie wird nicht nur digitalisiert und um die eBook-typischen Wisch- und Tipp-Gesten ergänzt. Sowohl Autoren als auch Leser bekommen durch Leßmöllmanns Idee ganz neue Werkzeuge an die Hand, mit denen sie eine Geschichte erfahren und erleben können. Einige Beispiele:

Die zum Teil weit verzweigten Stammbäume und umfangreichen Biographien der Charaktere in Fantasy-Romanen könnten mithilfe kleiner Übersichten und Erklärungen verständlicher dargestellt werden. Teile der Biographie ließen sich etwa erst nach Erreichen bestimmter verräterischer Passagen in der Geschichte „freischalten“.

Das gleiche gilt natürlich für weitläufige Gebiete, in denen die Handlung statt findet — eine Art Google Maps für Mittelerde, inklusive Routenverfolgung der Charaktere.

Noch intensiver könnte die Leserintegration bei Kriminalromanen aussehen. Akten und Beweise studieren, Hinweise am Tatort finden und alles überblicken, was die Hauptfigur bislang an Informationen zum Fall gesammelt hat.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Auch andere Geräte könnten in den Handlungsverlauf einbezogen werden. So erscheinen in der dazugehörigen iPhone-App Nachrichten und Hinweise direkt von den Charakteren aus dem Buch an den Leser. Leßmöllmann hat auch an die notorischen Stubenhocker gedacht und wie man sie aus dem Lehnstuhl an die Außenwelt befördern könnte:

 

Nebenhandlungen ließen sich etwa nur freischalten, indem man sich an bestimmte Orte begibt – etwa eine Bar, damit auch die Atmosphäre stimmt. Hierzu bedient Irene sich dem GPS-Sensor im iPad.

Bislang befindet sich das Projekt als Teil einer Masterarbeit noch in der Planungsphase. Leßmöllmann sucht

nach Autoren, die seine Idee ebenfalls spannend finden und mit ihm weiter entwickeln möchten. Ich finde es durchaus interessant, für junge Leser aber auch für Erwachsene, die Lust haben auf fantasievolle Geschichten mit etwas mehr Interaktion als nur das selbsttägige Umblättern virtueller Seiten.

iPhone-Display kaputt? Akku zu schnell leer? Kein Problem: Display oder Akku selbst tauschen mit den Komplettsets zur iPhone-Display-Reparatur oder dem iPhone-Akku-Wechsel von GIGA & Fixxoo!

Weitere Themen: eBooks, Apple

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz