Kostenloses WiFi-Internet für Sammler: iPad misst Abgabe

Ralf Bindel
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Wir wissen es alle: Hunde sind soziale Wesen, aber Hunde******** ist eine Qual. In der Stadt ist sie meist immer am falschen Platz, weil Hundebesitzer es versäumen, sie einzutüten. Ein Projekt in Mexico City gibt neue Anreize.

Kostenloses WiFi-Internet für Sammler: iPad misst Abgabe

Der Gang durch manche Innenstädte ist zum Slalom geworden. Einige Großstädte sind bekannter für ihre Berge von Hunde******** als für sonstige Attraktionen. Doch nicht nur auf gepflasterten Flächen, auch auf Grünstreifen und in Parks liegen die Tretminen.

Doch alle Appelle an die Hundebesitzer fruchten nicht, drakonische Strafen oder strafende Blicke lassen viele kalt, das Geschäft des Lieblings wird oft vergessen. Das könnte jetzt anders werden. Ein neues Rückgabesysten für gefüllte *******tüten wird gerade in Mexico getestet. Der Gewicht jedes eingeworfenen Kotbeutels wird gemessen und mit drahtlosem Zugang zum Internet vergolten. iPhone-, iPad- oder MacBook-Besitzer hätten also etwas davon, mit oder ohne Hund, wie alle anderen auch.

Wo also bisher Sanktionen bei Missachtung der geschriebenen oder ungeschriebenen Gesetze zum ********aufheben nicht greifen, könnte das Anreizsystem eine neue Wertschätzung des Bück-Einsatzes erreichen.

Erfinder dieses Systems ist der mexikanische Internet-Provider Terra. Poo Wifi ist der Name, den man sich merken muss. Denn das System kann durchaus ein Renner werden und Städte in der ganzen Welt könnten damit ihre Parks und Gehwege von Hundehaufen befreien. Poo Wifi ist erstaunlich einfach: Wenn Hundebesitzer die Kotbeutel in den entsprechenden Container eingeworfen haben, wird aus ihm für eine gewisse Zeit ein freier WLAN-Hotspot.

Der Zugang ist allerdings nicht reglementiert. Das heißt, dass nicht nur Hundebesitzer oder Kot-Sammler vom kostenlosen Internetzugang profitieren, sondern alle in dessen Reichweite.

Je größer je länger

Außerdem ist der kostenlose Zugang umso länger erlaubt, je schwerer die eingefüllte Packung ist. Gerade Hundebesitzer mit großen Hunden sorgen damit also für die besten Verbindungen. Sie könnten so zu echten Freunden der MacBook- und iPad-Anwender in den Stadtparks der Welt werden, wie im Video zu sehen.

In den bisher zehn Probeinstallationen, von denen Creativity Online spricht, sollen zur Anzeige des Lohns der Verbindung sogar iPads eingebaut sein.

Macht das Beispiel Schule, lohnt sich demnächst vielleicht auch bei uns das Sammeln. Nicht verraten wird, wie die Maschine feststellt, dass es tatsächlich Hundekot ist. Sonst könnte man ja auch irgendwelche schweren Tüten einwerfen, um mal ein paar Filme kostenlos zu tauschen.

Außerdem ließe sich das System noch verbessern. Wird der Hundekot zu Biogas vergärt, ließe sich daraus auch an Ort und Stelle Strom gewinnen, mit dem Smartphones, Laptops und Tablets geladen werden könnten.

Kostenloses WLAN durch Sammeln

Das Prinzip aber, dass einzelne gute Taten nicht nur dem Täter, sondern der Allgemeinheit zugute kommen, könnte das Ganze scheitern lassen. Warum soll ich die Haufen aufsammeln, wenn auch andere etwas davon haben? Das klappt schon beim Klimaschutz nicht, warum sollte es beim Kotschutz gelingen?

Andererseits könnte es zu einer Reinigungsarmee von Schnäppchenjägern kommen, die Grünanlagen und Gehwege nach Hundekot durchkämmen, um außerhalb der eigenen vier Wände kostenlosen Internetzugang zu erhalten. Was meint Ihr: Kommt kostenloses Hundehaufen-WiFi auch zu uns?

Via Treehugger, Bilder: Screen Shots YouTube

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