LTE im neuen iPad: AT&T will Entwickler an Kosten beteiligen

Dank des 4G-Chip im neuen iPad können die Anwender US-Nutzer im Geschwindigkeitsrausch mobil surfen. Das häuft natürlich eine größere Menge Daten an, die zwischen dem Gerät und dem Netz hin- und hersausen. Die hierdurch entstehenden Mehrkosten sollen bald App-Entwickler tragen — so sie denn möchten.

LTE im neuen iPad: AT&T will Entwickler an Kosten beteiligen

Das Wall Street Journal berichtet über deutlich gestiegene Transfervolumina diverser iPad-Anwender aus den USA. Durch die schnellere Verbindung schlüpfen selbst bei unverändertem Surfverhalten erheblich mehr Bits durch die Leitung, als mit einem 3G-Tablet.

Schon nach wenigen Tagen, so die Befragten, erhielten sie von ihrem Mobilfunkanbieter einen Hinweis, ihr monatliches Daten-Budget sei bald aufgebraucht. Manch Einen bewegt das zum Abschluss eines Vertrages für die nächsthöhere Tarif-Stufe — wofür schon mal 50 US-Dollar pro Monat für 5 Gigabyte fällig werden. Andere überlegen sich künftig zwei Mal, ob sie das neueste Katzenvideo nun wirklich unterwegs, weit weg vom nächsten Wi-Fi-Hotspot ansehen müssen.

Daraus schließt das WSJ einerseits, dass die Anbieter aufgrund der neuen Bedürfnisse ihre Tarife anpassen müssen. Datenlimits und Gebühren würden den 4G-Geräten einfach nicht mehr gerecht und ihre Vorteile für die Anwender quasi aufgehoben.

Mit einer anderen interessanten Idee wird AT&T in dem Artikel zitiert. Man denke darüber nach, so heißt es dort, die Entwickler künftig an den Kosten zu beteiligen, die durch die Benutzung ihrer Apps entstehen. Im Gegenzug würden die entsprechenden Bytes nicht gegen das monatliche Datenlimit der User gezählt.

Das heißt also, dass die Entwickler zunächst eine Gebühr an AT&T entrichten müssten. Dafür könnten sie für ihre Apps mit dem Hinweis werben, dass die durch sie generierten Datentransfers nicht zur vorzeitigen Drosselung der Verbindung oder gar Zusatzkosten führten.

Ob sich dieses Modell durchsetzen oder überhaupt zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls erscheint es als eine willkommene Ausflucht. Ein Schlupfloch für die Mobilfunkanbieter, um ihre lukrative Tarifstruktur beibehalten und sich für entstehende Mehrkosten durch die erhöhte Belegung der Netzkapazitäten bei irgendwem — und sei es den Entwicklern — schadlos halten zu können.

Derzeit ist das Problem hierzulande noch nicht so akut. Dafür fehlt es an der Unterstützung der hiesigen 4G-Frequenzen durch das neue iPad. Spätestens wenn es ein Chip- oder Software-Update gibt und der Tablet-Computer auch bei uns zum Geschwindkeits-Junkie wird, stellt sich aber die Frage der altbackenen Datentarife von O2, Vodafone und Telekom.

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iPad 3

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