iPad 2 und Videos: Mehr Unterhaltung am Wochenende

Rifkin Zaroc
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Was vom Apfel in dieser Woche übrig blieb, nehmen wir uns an ihrem Ende vor. Sicher ist eins: Die letzten Tage standen im Zeichen der iPad-2-Keynote und der CeBIT 2011. Unsicher ist, wie der Tablet-Wettbewerb weiter geht. Angesichts der gezeigten Konkurrenz auf der CeBIT sind wir gespannt, was 2011, das Jahr des iPad 2, noch bringt.

In seiner Keynote am 2. März hatte Steve Jobs das Jahr 2011 zum Jahr des iPad 2 erklärt. Nicht nur, dass damit Hoffnungen auf ein höher auflösendes iPad 3 jäh erstarben, wie Journalisten später feststellten. Sondern in diesem Jahr könnte auch der Wettbewerb um den besten und den meist gekauften Tablet-Computer entschieden werden – obwohl das zwei verschiedene Dinge sein können, wie die Vergangenheit zeigt. Zeit genug war jedenfalls, das richtige Gerät und das richtige Betriebssystem gegen iPad und iOS zu entwickeln, immerhin mehr als ein Jahr. Was macnews.de auf der CeBIT sah, deutet jedoch nicht darauf hin, dass das Ziel schon erreicht ist. Es bestätigt eher das, was bereits Benm.at von der MWC 2011 berichtete: Der Igel ist noch nicht da. Auch wenn normalerweise Apple der Igel ist.

Die Chancen stehen also gut, dass es tatsächlich so kommt: 40 Millionen iPad 2 sollen 2011 für Apple produziert und möglichst auch verkauft werden. Zum Vergleich: Das iPad 1 brachte es auf 15 Millionen weltweit bis Anfang Februar 2011.

Die neuen Applikationen könnten dazu führen, dass das iPad attraktiver als andere Tablet-Computer bleibt: Während das gerade vorgestellte iMovie für iPad nur auf der zweiten Pad-Generation laufen soll, ist das neue GarageBand auch für das iPad 1 geeignet.

Besonders interessant ist jedoch die Kombination mit dem iPad 2: Der neue Gyrosensor im iPad 2 könnte bei Keyboard- und Klavier-Apps für die entsprechende Anschlagsdynamik sorgen – und vielleicht noch bei weiteren Instrumenten wie Drums. Der vom iPhone 4 bekannte Gyrosensor kann auch iPad-2-Spielen entsprechende Steuerungsmöglichkeiten verschaffen.

Wie es wird, wenn sich auch in der klassischen Musik iPads durchsetzen, zeigt dieser Konzertausschnitt. Im Einsatz ist hier noch ein iPad 1 ohne Gyrosensor, also ohne Anschlagsdynamik, daher der harte Sound.

Gitarristen und Bassisten werden sich besonders über dass auch im iPad-2-Video gezeigte Apogee-Jam freuen. Mit dem Interface lassen sich einfach E-Gitarre oder E-Bass an iPad, iPhone oder iPod touch bringen, ab Ende März soll es für 99 US-Dollar erhältlich sein. Es wird nicht lange dauern, bis auch andere Software-Hersteller diverse Gitarren- und Bassverstärker mit Apogee-Jam koppeln.

Viele sind enttäuscht darüber, dass sich die Auflösung des iPad 2 nicht verbessert hat. Dass das iPad 2 auch gut hätte größer ausfallen können und dadurch sogar praktischer gewesen wäre, ist in diesem ersten Hands-on-Video des iPad 2 zu sehen (das sicher alle schon kennen, ok):

Das iPad-2-Video von Apple kennen sicher inzwischen auch die meisten Leser. Aber wissen sie auch, was die Apple-Mitarbeiter darüber denken (leider nur Flash):

Auch andere machen Fehler: macnews.de bekommt ja häufig Schelte für falsche Formulierungen und bestimmte Artikel, schlechte Zahlen und Gedächtnis, heiß gestrickte Meldungen. Alles richtig (manchmal) und natürlich helfen uns Ihre/Eure Korrekturen dabei, besser zu werden. Manchmal hilft uns auch ein Blick zu anderen News-Portalen, um zu erkennen, dass wir nicht allein sind: Spiegel-Online hatte kurz nach der Keynote berichtet, dass die Weiterentwicklung des iPad zur Version 2 zwei Milliarden US-Dollar gekostet hat und ein entsprechendes Bild aus der Keynote präsentiert. Vielen Dank an Oliver A. Kepka für diesen Hinweis. mactechnews.de hatte es auch und den Spiegel benachrichtigt. SPON hat sich inzwischen korrigiert, wie wir das auch immerzu tun.

Was sonst noch war:
Wissen speichern: Von der Dokumenten- und Wissensmanagement-Software DevonThink Pro Office 2 ist ein Update auf die Version 2.0.7 erschienen, das auch die Fujitsu ScanSnap Manager Software 3.0 unterstützt. Sie wird zum Beispiel im neuen mobilen Einzugscanner ScanSnap S1100, den wir uns auf der CeBIT haben zeigen lassen.

Mehr Anschluss: Das für den 11. März angekündigte iOS 4.3 auf dem iPhone 4 kann tatsächlich fünf benachbarte Geräte gleichzeitig per Tethering über UMTS ins Internet bringen, allerdings nur 3 von ihnen per WLAN/WiFi. Die beiden übrigen Geräte müssen ihren Weg per Bluetooth zum iPhone 4 suchen. Via Engadget.com

iPhone-Tastatur: Auf der CeBIT gab es eine hübsche Bluetooth-Tastatur für das iPhone zu sehen, die Tobias Bischoff ausprobiert hat. Er äußert sich in seinem Blog ganz überzeugt von Design und Verarbeitung.

Schneller Thunderbolt: Die Kollegen von Heise Mac & i haben auf der CeBIT das erste Thunderbolt-RAID von Promise angetestet. Die gemessene echte Schreibrate liegt bei maximal 360 Megabyte pro Sekunde (MByte/s) und 340 MByte/s beim Lesen. Das ist immer noch vier mal so viel wie bei FireWire 800, das bei 65 MByte/s abriegelt und mehr als doppelt so viel wie bei modernen SSD, die bei 180 MByte/s schließen, heißt es dort.

Leichter Leser: NetNewsWire Lite kommt zurück zum Mac. Entwickler Brent Simmons hat die Lite-Version des bekannten RSS-Readers in seinem Blog angekündigt. Sie ist ab sofort im Mac App Store zu haben. Allerdings gibt es keine Synchronisationsmöglichkeit, keine Tabs und keine kombinierten Ansichten.

Blackberry und iOS: Auf der einen Seite will Blackberry Hersteller Research-in-Motion (RIM) die Marke stärken, auf der anderen Seite öffnet er sich dem iOS. Laut einem Bericht von BGR will er den Blackberry Messenger (BBM), ein Instant Messenger-Service, auch für das Apple-iOS anbieten.

Vielleicht rückt dann zusammen, was zusammen gehört, wie dieser BBC-Spot zeigt:

Der Letzte: Es ist Karneval! Wer nicht weiß, was das ist, für den ist hier ein musikalischer Einstieg.

Foto: Apple Core by Claes Oldenburg, Jeff Kubina, Flickr. Some Rights reserved.

Weitere Themen: iPad 2, iPad, Apple

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