Neues iPad: Australische Kunden, die an 4G-Kompatibilität glaubten, bekommen Geld zurück

Florian Matthey
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In Australien haben Käufer des neuen iPad dasselbe Problem wie in Europa: Sie besitzen ein Gerät mit 4G-LTE-Hardware, das mit den Frequenzen des heimischen LTE-Netzes aber nicht kommunizieren kann. Nachdem australische Verbraucherschützer Apple verklagt haben, bietet das Unternehmen Kunden nun an, ihr Geld zurückzubekommen.

Neues iPad: Australische Kunden, die an 4G-Kompatibilität glaubten, bekommen Geld zurück

Die Australien Competition and Consumer Commission (ACCC) wirft Apple vor, Kunden in die Irre zu führen, indem das Unternehmen die Ausführungen des neuen iPad als “Wi-Fi” und “Wi-Fi + 4G” bezeichnet. Schon vor dem Verkaufsstart am 16. März hatte die Organisation Apple gewarnt; dennoch habe das Unternehmen das iPad weiterhin als “4G”-Gerät bezeichnet.

Im iPad befindet sich tatsächlich ein Mobilfunk-Chip, der mit 4G-LTE-Netzen kommunizieren kann – allerdings nur in den Frequenzen, die Netzbetreiber in den USA und Kanada anbieten. Apple scheint den “Schwarzen Peter” in erster Linie an die Mobilfunkbetreiber anderer Länder abschieben zu wollen: Als Reaktion auf die Klage der ACCC zeigt sich Apple zunächst nur bereit, eine Erklärung abzugeben, dass das iPad mit dem 4G-Netz des australischen Betreibers Telstra nicht kompatibel sei, aber eben mit anderen 4G-Netzen kommunizieren könne.

Australische Kunden, die sich in die Irre geführt fühlen, könnten sich an Apple wenden, ihr iPad zurückgeben und ihr Geld zurückbekommen. Auch will Apple Neukunden darauf hinweisen, dass das Gerät mit dem Telstra-4G-Netz nicht kompatibel ist. Weiter scheint Apple aber noch nicht gehen zu wollen: Im australischen Apple Store heißt die Ausführung des iPad mit Mobil-Chip weiterhin “Wi-Fi + 4G”. Es bleibt abzuwarten, ob die ACCC eine Umbenennung gerichtlich durchsetzen kann.

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