Neues iPad: Australische Verbraucherschützer halten 4G-Bezeichnung für irreführend

Holger Eilhard
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Wie in Deutschland gibt es auch in Australien ein Modell des neuen iPad, welches mit „Wi-Fi + 4G“ beworben wird. Wie in Deutschland ist auch das in Australien angebotene 4G-iPad nicht mit den existierenden 4G/LTE-Netzen kompatibel. Die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) bemängelt dies nun und plant daher gegen die Verwendung des Begriffes rechtlich vorzugehen.

Neues iPad: Australische Verbraucherschützer halten 4G-Bezeichnung für irreführend

Das Problem in Australien ist dasselbe wie hierzulande: Die vom neuen iPad unterstützten LTE-Frequenzen sind nicht die, welche von den Mobilfunkanbietern auf dem roten Kontinent erfordert werden. Damit kann das neue „iPad mit Wi-Fi + 4G“ auch dort nur als 3G-Gerät genutzt werden.

Wie die ACCC auf ihrer Webseite schreibt, will man morgen um 9:30 Ortszeit vor dem Gericht in Melbourne entsprechende rechtliche Schritte gegen Apple einleiten. Die ACCC wirft Apple vor, gegen australische Gesetze (Australian Consumer Law, ACL) verstoßen zu haben, indem es Kunden mit „iPad mit Wi+Fi und 4G“ in die Irre führe. Die 4G-Bezeichnung würde Käufer in dem Glauben lassen, dass sie die 4G-Netze in Australien nutzen könnten, obwohl dies nicht der Fall ist.

Apple verkauft auch hierzulande das iPad mit dem 4G-Kürzel, weist aber in Deutschland – wie auch in Australien – im Kleingedruckten darauf hin, dass die Verbindung mit den 4G LTE-Netzen nur bei AT&T in den USA und Bell, Rogers und Telus in Kanada funktioniert.

Einige australische Mobilfunkanbieter, die das neue iPad anbieten, haben bereits am 16. März bekannt gegeben, dass sie das neue Tablet nicht als 4G-Gerät bewerben werden.

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