Neues iPad: Dickeres Gehäuse nur ein “Plan B”?

Als Apple mit dem neuen iPad ein Gerät vorstellte, das geringfügig dicker und schwerer als das Vorgänger-Modell ist, waren viele überrascht: Das sei Apple-untypisch, manche meinen, das hätte es unter Steve Jobs nicht gegeben. Offenbar hatte aber auch Tim Cook anders geplant: Das aktuelle Design soll nur ein “Plan B” gewesen sein.

Neues iPad: Dickeres Gehäuse nur ein “Plan B”?

Ein um 0,8 Millimeter dickeres Gehäuse und ein um 35 Gramm höheres Gewicht – so die nackten Zahlen zum dritten iPad im Vergleich zum iPad 2. Die Zunahme hält sich also in Grenzen. Allerdings sind die Werte angesichts dessen, dass Apple sonst um jeden Millimeter und jedes Gramm kämpft, tatsächlich überraschend.

Der Grund für die veränderten Ausmaße und das höhere Gewicht ist das Retina Display: Die doppelte Pixeldichte macht das Display weniger lichtdurchlässig, so dass bei einer herkömmlichen Display-Technologie mehr LEDs für die Beleuchtung sorgen müssen. Diese brauchen mehr Platz und verbrauchen mehr Strom – weshalb Apple auch eine größere Batterie ins Gehäuse integrieren musste, um die Batterielaufzeit nicht zu verringern.

Das Ganze hätte sich vermeiden lassen, wenn Apple die IGZO-Technologie des japanischen Herstellers Sharp verwendet hätte. Eben das soll Apple auch laut Raymond Soneira, dem Chef von DisplayMate Technologies, ursprünglich geplant haben. IGZO-Displays bestehen aus Indium-, Gallium- und Zinkoxid und benötigen dank kleinerer Bestandteile wie Transistoren bei höherer Auflösung keine stärkere Beleuchtung.

In der Tat gab es vor der Veröffentlichung des neuen iPad Gerüchte, denen zufolge Apple die Integration eines solchen Sharp-Displays plante. Jedoch habe Sharp nicht schnell genug Displays in entsprechend hohen Stückzahlen herstellen können – was dazu passt, dass sich Apple beim letztendlichen Gerät zunächst für ein Samsung-Display entschied, LG und Sharp als Hersteller aber erst später hinzukommen sollten.

Offenbar wollte Apple mit der Veröffentlichung des neuen Modells nicht warten, bis Sharp seine Produktionsprobleme ausgeräumt hat – und sich dann eben für die etwas weniger elegante Lösung des dickeren Gehäuses entschieden. Ersten Meldungen zufolge ist das dritte iPad bisher aber auch in seiner dickeren Gestalt sehr erfolgreich, so dass es sich um die richtige Entscheidung gehandelt haben dürfte.

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