Neues iPad: Display-Glas ähnlich fragil wie beim iPad 2

Florian Matthey
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Ein iPad lässt sich praktisch überall hin mitnehmen – ist in vielen Situationen aber auch der Gefahr eines Sturzes ausgesetzt. Das iPad 2 ist deutlich fragiler als sein Vorgänger, auch beim neuen iPad scheint vor allem die Gefahr eines Display-Glas-Bruchs zu bestehen, wie ein erster Härtetest zeigt.

Neues iPad: Display-Glas ähnlich fragil wie beim iPad 2

Die Zeitschrift PC World nimmt Bezug auf einen ersten Test des Unternehmens SquareTrade, das Unfallversicherungen und eine Garantieverlängerung für elektronische Geräte anbietet. SquareTrades Marketing-Chef Vince Tseng glaubt, dass das neue iPad ebenso fragil ist wie das iPad 2 – da sich im Design kaum etwas geändert hat. Das erste iPad war stabiler, da nicht nur das Gehäuse, sondern auch das Display-Glas etwas dicker und der Rahmen etwas höher war als die Glasoberfläche.

In einem ersten, “nicht wissenschaftlichen” Test habe sich diese Vermutung bestätigt: Sowohl das iPad 2 als auch das neue iPad überstanden Stürze aus Hüft- und Schulterhöhe, wenn sie mit ihrer Rückseite auf den Boden aufprallten. Ein Sturz auf die Display- beziehungsweise Vorderseite ging jedoch nicht gut aus: Bei beiden Modellen brach das Glas, beim neuen iPad sprang das Display bei einem Test sogar fast aus der Fassung.

Beim iPad 2 hatten sich binnen des ersten Jahres 9,8 Prozent der SquareTrade-Kunden mit einem Unfallschaden bei dem Unternehmen gemeldet, beim ersten iPad lag der Anteil noch bei 2,8 Prozent. Im zweiten Jahr des ersten iPad waren es 5,5 Prozent, für das iPad 2 erwartet SquareTrade in diesem jetzt erst beginnenden Zeitraum rund 20 Prozent.

Tseng glaubt, dass Apple demnächst das deutlich stabilere Gorilla Glass 2 ins iPad integrieren könnte. Der Apple-Zulieferer Corning präsentierte dies erstmals im Januar auf der CES 2012. Damit dürfte sich die Zahl der Schadensfälle deutlich reduzieren.

Lob gibt es von Tseng für Apple derweil für die nicht-unfallbedingten Defekte: Mit 0,3 Prozent der iPad-2-Besitzer im ersten Jahr lag die Quote deutlich niedriger als der Durchschnitt für Smartphones (3,4 Prozent) oder Laptops (4,5 Prozent). Tseng kann sich allerdings vorstellen, dass die Quote beim neuen iPad wegen der höheren Hitzeentwicklung etwas höher liegen werde.

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