Retina-Apps auf dem iPad: Über die Problematik mobiler Downloads

Holger Eilhard
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Für den 7. März erwarten wir allesamt ein neues iPad, welches mindestens ein Retina-Display mit sich bringt. Doch die Vervierfachung der Pixelzahl macht die Apps nicht nur schöner, sondern den Download auch deutlich größer. Dies könnte UMTS-Surfer immer häufiger vor das aktuelle Downloadlimit über 3G-Verbindungen stellen.

Retina-Apps auf dem iPad: Über die Problematik mobiler Downloads

Bereits seit einigen Tagen geht es unter den iOS-Entwicklern auf Twitter immer häufiger um ein Thema: Die Grafiken der Apps für das neue iPad, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Display-Auflösung von 2.048×1.536 Pixeln erscheinen wird. Für die Entwickler selbst ist es in der Regel kein Problem, alte Grafiken auf diese Größe zu bringen. Viele Entwickler haben bereits vor längerer Zeit damit begonnen, die überarbeiteten Grafiken mit der Dateierweiterung “@2x” vorzubereiten.

 

Probleme könnten allerdings bei der Installation beim Anwender beginnen, wenn er seine gewünschte App via 3G herunterladen will und mit einer Fehlermeldung begrüßt wird. Die aktuelle Limitierung Apples schränkt die Dateigröße von herunterzuladenen Apps auf maximal 20 MB ein. Bei Apps, die sowohl für iPad als auch iPhone verfügbar sind, würde dies also auch die iPhone-Anwender betreffen.

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Zahlenspiele

Um ein Gefühl für die neuen Größenverhältnisse zu bekommen, hat Matthew Panzarino von The Next Web mit den Entwicklern von Bjango gesprochen. Im Fall von *, einer der letzten Apps der Entwickler, ergibt sich folgendes Bild:

Die aktuelle Version für iPad (kein Retina) und iPhone (kein Retina und Retina) ist 18,3 MB groß. Sobald die App jedoch beide iOS-Geräte mit Retina- und nicht-Retina-Grafiken unterstützt, verdoppelt sich die Größe fast auf rund 35 MB.

Diese Problematik betrifft nicht alle Apps. Wenn die Entwickler beispielsweise hauptsächlich iOS-Standardelemente benutzen, müssen diese natürlich nicht separat heruntergeladen werden. Auch Entwickler, die getrennte iPad- und iPhone-Versionen anbieten, würden die iPhone-Nutzer nicht vor die Hürde der zu großen Downloads stellen.

Erhöhung des 3G-Downloadlimits

 

Der einfachste Ausweg aus der Situation wäre die Erhöhung des 20-MB-Limits seitens Apple. Die Frage ist, ob die Mobilfunk-Provider hier einfach mitspielen. Es wurde immer wieder berichtet, dass die aktuelle Limitierung durch den Druck des damaligen Exklusivpartners AT&T entstanden sei, der damit die Auslastung seines Mobilfunknetzes eingrenzen wollte.

Durch den Wegfall dieser Exklusivität hat Apple mittlerweile ein wenig mehr Spielraum, wenn es um derartige künstliche Begrenzungen geht. Es wird also interessant, wie Apple die Situation in der kommenden Woche angehen wird. Natürlich gesetzt den Fall, dass wir wirklich ein neues iPad mit Retina-Display zu sehen bekommen.

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