Wie das iPad den griechischen Schuldenschnitt ermöglichte

Florian Matthey
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Wie praktisch das iPad im Alltagsleben sein kann, zeigt eine neue Geschichte über die griechische Finanzkrise. Ein Beratungsunternehmen berichtet, wie 100 iPads dabei halfen, den am 25. April abgeschlossenen Schuldenschnitt zu bewerkstelligen.

Wie das iPad den griechischen Schuldenschnitt ermöglichte

Der Chef des Beratungsunternehmens Bondholder Communications Group zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten, die das Apple-Tablet bietet. Der Mann mit dem passenden Namen Bob Apfel berichtet, wie seine Firma bei der Koordination von weltweit über 100.000 Inhabern griechischer Staatsanleihen helfen konnte.

Dem Tech-Blog von Fortune erklärte Apfel, dass er angesichts dieser Mammutaufgabe “etwas anderes” ausprobieren wollte. “Also habe ich 100 iPads gekauft”. Die Finanz-Manager des Landes und der mit dem Schuldenschnitt befassten Banken seien ständig unterwegs gewesen. Eine Software-Lösung, mit der sie Entscheidungen treffen konnten, musste ihnen also folgen können – “und nicht umgekehrt”, so Apfel.

Also stattete Apfels Firma die Entscheidungsträger des Finanzministeriums, der griechischen Börse, der griechischen Zentralbank und der drei externen Finanzinstitute Deutsche Bank, HSBC und Lazard mit Apple-Tablets aus. Auf diesen hatte Bondholder Communications eine App für die Schulden-Umstrukturierung installiert.

Letztendlich konnten die Manager so binnen Sekunden Entscheidungen über hunderte Millionen Anleihen treffen. Ohne diese Datenplattform wären Entscheidungen nicht binnen so kurzer Zeit möglich gewesen. “Es war die größte Finanztransaktion der Weltgeschichte”, so Apfel. “Und wir hätten das nicht ohne das iPad machen können.”

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