60beat GamePad im Test

Ben Miller
1

v
Mit dem 60beat GamePad bietet das gleichnamige Unternehmen 60beat seit Ende letzten Jahres einen Spielecontroller für iPad, iPhone und iPod touch an.

842
60beat GamePad

Ausgestattet mit 2 Joysticks, einem D-Pad und insgesamt 10 Action-Buttons kommuniziert das 60beat GamePad nicht etwa über Bluetooth oder Dock-Connector mit dem jeweiligen iOS-Gerät. 60beat wählte den Weg des Kopfhörer-Anschlusses um die Steuerbefehle zu übermitteln.

Warum nicht Bluetooth?

Bluetooth ist relativ energiehungrig. Das GamePad müsste über einen Akku oder zumindest ein Batteriefach verfügen. Beides würde diesen portablen Controller relativ schwer und auch teurer machen. Auch muss man sich so nicht um einen etwaig leeren Akku kümmern.

Warum nicht Dock-Connector?

Zum Einen umgeht 60beat so Apples Lizenzgebühren. Zum Anderen soll die Kommunikation über den Kopfhörer-Anschluss einfacher zu bewerkstelligen sein bzw. sich die dafür nötige Schnittstellen vom jeweiligen Entwickler angeblich einfacher implementieren lassen. Ausschlaggebend dürfte aber sein, dass iOS-Geräte keinen Strom über den Dock-Connector an Peripherie-Geräte abgeben.

Warum Kopfhörer-Anschluss?

60beat GamePad Audio
Aus den oben genannten Gründen. Das GamePad ist 150 Gramm leicht und somit sehr portabel. Über einen etwaig leeren Akku oder benötigte Batterien braucht man sich keine Gedanken machen. Der Controller erhält den benötigten Strom, wie übrigens auch Kopfhörer und Headsets, über den Kopfhörer-Anschluss.

Im Lieferumfang enthalten ist auch ein Audio-Splitter, der die parallele Verwendung von GamePad und Kopfhörern ermöglicht.

Das GamePad ist gut verarbeitet und stabil. Die Buttons haben einen angenehmen Druckpunkt.

Ein großes Manko ist allerdings die magere Spielauswahl. Nicht jedes iOS-Spiel kann von Haus aus mit dem GamePad kommunizieren. Zwar bietet 60beat ein kostenloses SDK für Spiele-Entwickler an, doch wirklich große und bekannte Titel finden sich unter den derzeit 23 kompatiblen Games nicht.

Ein Jailbreak ist für die Verwendung dieses GamePads übrigens nicht notwendig. Unterstützt werden iPhone 4, iPhone 4S, iPad 1, iPad 2, iPad 3, iPod touch 4 bzw. alle neuen Generationen dieser Geräte.

9 Top-Neuerungen in iOS 9 für unsere alten iPhones und iPads

Testfazit 60beat GamePad

Ein typisches Henne-Ei-Problem. Da nicht sehr viele Spiele das GamePad unterstützen, wird es nicht unbedingt gut verkauft. Und da die Verkaufszahlen nicht groß sind, zögern viele App-Entwickler auch mit dem Implementation der GamePad-API.

Das ist sehr schade, denn das Spielen mit dem GamePad – besonders in Kombination mit AirPlay – macht Spaß. Würden EA, Firemint und Co. das GamePad unterstützen, wäre es ein Verkaufsschlager.

Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung können wir daher für das GamePad leider nicht aussprechen. Wer 40, Euro auf der hohen Kante hat und schon mit dem aktuellen (und immernoch wachsenden) Spielekatalog zufrieden ist, kann zugreifen. Alle anderen sollten auf größere Spieletitel warten.

Überblick

Hersteller: 60beat
Preis: 38,- Euro (49,99 US-Dollar) + ca. 13,- Euro Versand
Alternativen: iControlpad
Interessante Apps: , ,

Weitere Themen: iPhone 4s, iPad 2, iPad 1, iPhone 4, Apple iPad, Apple