iPad 3 vs. Asus Transformer Prime: Vergleich der Premium-Tablets

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Ich mag Tablets am liebsten, wenn sie mit Obst verziert sind. Ja, ich würde sogar sagen, das iPad 3 gefällt mir besser als jedes andere Tablet, das mir je in die Finger kam. Doch dann trat das Transformer Prime von Asus auf den Plan und ein bisschen gut ist das ja eigentlich auch. Ein Vergleich zweier Oberklasse-Tablets.

iPad 3 vs. Asus Transformer Prime: Vergleich der Premium-Tablets

Äußerlichkeiten: Das Transformer Prime im Profil

Gern bin ich bereit und, trotz aller Affinität zu Geräten aus Cupertino durchaus auch in der Lage, einen unvoreingenommenen Vergleich zwischen

den beiden Tablets zu ziehen. Doch sei mir vorab eine subjektive Anmerkung gestattet: Das Transformer Prime sieht wirklich gut aus. Die Rückseite aus kreisförmig gebürstetem Aluminium ist elegant. Keine Spur von der vergleichsweise klobigen Silouette des Vorgängers, dem EeePad Transformer.

Die Vorderseite möchte ich einmal mit dem Wort „tablettypisch“ beschreiben, ohne damit eine Diskussion über Geschmacksmuster, Patente und sonstige Reizthemen anzuzetteln. Sie funktioniert — so hat ein Tablet-Computer nunmal auszusehen.

Nachdem die Finger genug über die angenehme Oberfläche an der Geräterückseite gewischelt haben, betrachten wir einmal das Innenleben des heutigen iPad-Kontrahenten.

Innere Werte: Tegra 3 vs. A5X

Das Asus EeePad Transformer Prime ist mit einer starken CPU ausgerüstet: Der Vierkernprozessor Tegra 3 von NVIDIA liefert laut Geekbench 2 1,6 Gigahertz. Zur Erinnerung: Im neuen iPad schlägt ein Apple A5X mit zwei Kernen und 1 GHz.

Diesen pries Apple übrigens mit der Angabe, er sei viermal so schnell wie der Tegra 3. Eine waghalsige Behauptung, die sich nur in einzelnen, sehr speziellen Tests bewähren konnte.

Das Display des Transformer Prime besteht aus 1.024.000 Pixeln, angeordnet als 1.280×800-Raster auf einer Fläche mit 10,1 Zoll Diagnoale. Dem steht ein Display mit 2.048×1.536 Pixeln auf dem iPad gegenüber, dichtgedrängt (264 ppi) auf einem 9,7-Zoll-Modul; ein Augenschmaus, findet auch Kollege Sebastian.

Auf den Zahn gefühlt: Die “Bank-Marken-Werte”

Ja ja, schon gut, die Hardware-Spezifikationen der beiden Geräte gegenüberzustellen kann kaum der Sinn eines Vergleichstests sein, ich sehe es ja ein. Doch könnten diese Kenndaten immerhin als Indiz dafür dienen, welcher der beiden Konkurrenten sich im Alltag besser schlägt. Oder?

Nun, was die Ladegeschwindigkeit von Apps, des Ein- und Ausschaltens oder der Kamera angeht, sollte die Prozessorleistung ein ziemlich guter Anhaltspunkt sein. Noch einmal, hier steht dem A5X aus Cupertino ein Vierkern-Tegra-3 von NVIDIA gegenüber, der zudem über eine 600 MHz höhere Taktfrequenz verfügt.

Ein Vergleich mithilfe der Benchmark-App
* zeigt erwartungsgemäß einen erheblichen Vorsprung von 80 Prozent oder 604 Punkten. Die Zahlen geben den Durchschnitt aus fünf Durchgängen wieder.

Keine Überraschung also – die zwei zusätzlichen Kerne bringen einen klaren Geschwindigkeitsvorteil. Zumindest im Benchmark-Programm. Was einige Anwendungsszenarien aus der „echten Welt“ angeht, sieht es allerdings etwas anders aus.

Zunächst ein Vergleich der Dauer, die fürs Ein- und Ausschalten benötigt wird. Hier liegt das neue iPad klar vorn. Der Start geht im Durchschnitt (errechnet aus 5 Durchgängen) 87 Prozent oder 4,6 Sekunden schneller. Beim Abschalten sind es immerhin noch 66 Prozent und 17,6 Sekunden weniger.

Das Transformer Prime verliert insbesondere beim Starvorgang eine Menge Zeit mit Logoanimationen und Schriftzügen des Herstellers. Ob dem Anwender damit nur die Zeit vertrieben werden soll und es auch ohne nicht schneller ginge, steht in den Sternen.

Beim Starten von Apps oder dem Öffnen der Kamera vergehen bei beiden Geräten ungefähr gleich viele Sekunden. Das bedeutet, der A5X schlägt sich im alltäglichen Umgang gegen den Vierkern-Tegra recht gut. Tim Cook hatte auf dem iPad-3-Event verkündet, die Grafik im Apple-Prozessor sei vier Mal so schnell wie die im Chip von NVidia.

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Asus Transformer Pad Prime

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