iPad mini Wi-Fi + Cellular (4G): Test und Video

|
|

Wer sein iPad mehr mobil als nur in den eigenen vier Wänden nutzt, der greift meist gleich zur Mobilfunkvariante – von Apple etwas ungelenk Wi-Fi + Cellular genannt. Für einen Aufpreis von 130 Euro erhält der interessierte Kunde auch das iPad mini mit Mobilfunkanbindung. Lohnt der Mehrpreis?

iPad mini Wi-Fi + Cellular (4G): Test und Video

Ergänzend zum ausführlichen Testbericht des iPad mini in seiner Standardausführung möchten wir unseren Lesern das iPad mini Wi-Fi + Cellular nochmals näher vorstellen und beantworten die häufigsten Fragen (FAQ) auf Basis unserer Erfahrungen. Wem das nicht reicht, der kann uns gerne auch in den Kommentaren ansprechen. Wir werden versuchen, offene Punkte so weit es uns möglich ist zu beantworten.

Ist das Display des iPad mini wirklich so schlecht?

Jein. Auch das iPad mini Wi-Fi + Cellular verwendet ein 7,9-Zoll-Multi-Touch-Display wie das Standardmodell. Im Gegensatz zum iPad mit Retina Display (dritte und vierte Generation) verzichtet Apple auf einen hochauflösenden Bildschirm. Der Anwender muss sich daher mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixel begnügen. Die Pixeldichte von 163 ppi ist zwar aufgrund des kleineren Displays höher als beim gleichauflösenden iPad 2, gegenüber den 264 ppi des aktuell größeren iPads ist dies aber als ungenügend zu bezeichnen. Die Konkurrenz in Form von Google Nexus 7 und Kindle Fire HD triumphiert an dieser Stelle über das iPad mini. Doch wie relevant ist diese Feststellung für die Praxis?

Verglichen mit dem originalen iPad und dem iPad 2 muss sich das iPad mini nicht verstecken. Wie auch bei diesen handelt es sich beim verbauten Bildschirm um ein IPS-Panel – Farben wirken korrekt und der Blickwinkel ist nicht eingeschränkt. Billig-Tablets (beispielsweise das neue Acer Iconia B1) greifen hingegen gerne mal zu kostengünstigeren TN-Panels, was sich sehr nachteilig auf die oben erwähnten Punkte auswirkt. Apropos Nachteile: Die geringe Pixeldichte des iPad mini macht sich leider direkt bemerkbar. Fließtexte innerhalb von Webseiten lassen sich in der Vollansicht schwer bis kaum lesen, Buchstaben fangen an zu „schwimmen“ – nicht sonderlich komfortabel für die Augen. Demzufolge müssen wir öfters zoomen. Beim iPad mit Retina Display entfällt dieser Kunstgriff, selbst kleinere Lauftexte lassen sich noch mühelos entziffern.

Quelle Hintergrundmusik: Magic Mountain von Jahzzar, veröffentlicht unter CC-BY-SA 3.0.

Wie komfortabel lässt sich das iPad mini halten?

Mit ein wenig Argwohn wurde zunächst die Entscheidung für das 4:3-Seitenverhältnis für das iPad mini zur Kenntnis genommen. Die Mittbewerber im Android-Lager setzen dagegen auf Breitwand-Displays, die sich in der 7-Zoll-Klasse recht komfortabel hochkantig halten lassen. Unabhängig davon bietet Apples Entscheidung vor allem zunächst Vorteile bezüglich der App-Basis. Bestehende Anwendungen müssen nicht angepasst werden, alle iPad-Apps stehen auch auf dem iPad mini zur Verfügung – sehr gut.

Zurück zur Ergonomie: Verfügt der Nutzer über kräftige Bärenpranken, lässt sich das kleine iPad problemlos mit einer Hand umfassen und gleichzeitig mit der anderen Pfote bedienen. Kinder- und grazile Frauenhände werden mit dieser Methode jedoch hadern – etwas „breitbeinig“ kommt das iPad mini daher. Greift man das Tablet hingegen gekonnt mit halber Hand und fixiert per Daumen, bedeckt man hierdurch aufgrund des schmalen Rahmens etwas das Display. Apple hat daran gedacht und spendiert dem iPad mini eine Softwarelösung, die damit einhergehende Irritationen auf dem Multi-Touch-Display verhindert. Dies funktionierte in unserem Test auch sehr zuverlässig.

Im Breitformat bietet das iPad mini jedoch genügend Ablagefläche. Man sollte allerdings beachten, dass man dabei die frontseitige FaceTime-Kamera nicht bedeckt. In diesem Falle Hand wechseln oder iPad um 180 Grad drehen.

Ist das iPad mini schnell genug?

Kraft und Leistung entsprechen dem iPad 2 aus dem Jahre 2011 – zum Einsatz kommt ein Dual-Core A5 Prozessor im Zusammenspiel mit 512MB RAM. Klingt zunächst nicht sonderlich überzeugend. Allerdings wissen Apple und die App-Entwickler die Ressourcen tatsächlich effektiv zu nutzen. Im Ergebnis vollführt ein iPad mini alle Aufgaben mit Bravour, wirklich langsam ist das Tablet nicht. Für das eine oder andere Spiel muss man zwar etwas längere Warte- oder Ladezeiten in Kauf nehmen – vergleicht man dies mit dem schnelleren, aber auch weitaus teureren iPad der vierten Generation – dies liegt jedoch im Toleranzbereich.

Zum alten Eisen gehört das iPad mini demnach noch lange nicht. Nur sollte man sich bewusst sein, dass ein solches kleines iPad dennoch eine kürzere Halbwertszeit haben wird als ein größeres, aktuelles iPad – die Krux der modernen Technik.

Wie lange hält der Akku?

Die Königsdisziplin der Apple-Tablets, denn Apples Werte gelten als sehr zuverlässig und konservativ. Offiziell spricht der Hersteller von bis zu 10 Stunden. Ein Wert den Kollege Miller in seinem Test noch toppen konnte – 13 Stunden hielt sein iPad mini. Auch das iPad mini Wi-Fi + Cellular enttäuscht diesbezüglich nicht, wenngleich die Verwendung des Mobilfunkmoduls die Laufzeit etwas verkürzt. Apple gibt hierfür einen Wert von neun Stunden an. Nutzt man häufig Ortungsdienste (GPS) dürfte sich diese Zahl noch etwas mehr verringern – trotzdem eine sehr zufriedenstellende Zeit.

iPad mini Wi-Fi + Cellular: Welche Vorteile bietet die Mobilfunkvariante?

Zwei handfeste Gründe sprechen für den kauf eines iPad mini Wi-Fi + Cellular – mobiles Internet immer und überall plus eine verlässliche Ortung per GPS oder Glonass (russische Alternative). Die Geschwindigkeit der Mobilfunkverbindung ist natürlich in erster Linie abhängig vom verwendeten Netz und der Lage. Kein Geheimnis: In Deutschland bietet die Telekom im Durchschnitt das beste Netz, gefolgt von Vodafone und o2. E-Plus befindet weit abgeschlagen auf dem vierten Rang. Voraussetzung ist immer eine Nano-SIM wie auch beim iPhone 5 – der neue Wunsch-Provider sollte also die winzigen Karten auch vorhalten.

Nur das iPad mini Wi-Fi + Cellular verfügt über ein (Assisted) GPS und Glonass – ideal für Navigations-Apps. Befindet man sich im Inland, muss man für hierfür sogar keinen Cent bezahlen, kann der Anwender doch auch mit den kostenfreien Apple Karten oder Google Maps geführt werden – Sprachanweisungen inklusive. Nur eine Internetverbindung ist notwendig. Besonders interessant: Einige Anbieter (zum Beispiel XMount) haben schon kompatible Autohalterungen im Programm. Mit einem 7,9-Zoll-Display mutiert das iPad mini somit zum wohl komfortabelsten Navigationsgerät.

Die normale Variante greift übrigens für die Ortung allein auf WLAN-Informationen zurück – für Navigationsdienste nicht wirklich geeignet.

Auf der zweiten Seite unseres Artikels beantworten wir Fragen zu LTE, ob man einen zweiten Mobilfunk-Vertrag benötigt, welche Speicherkapazität empfehlenswert ist, ob sich die Garantieerweiterung Apple Care lohnt und für wen die Mobilfunkvariante des iPad mini generell in Frage kommt. Zur Seite 2  >>>

Hinweis: Dieser Bericht zum iPad mini Wi-Fi + Cellular wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Saturn Berlin Europa-Center. Vielen Dank an dieser Stelle!

Saturn_Logo_Europacenter_Logo

Display beim iPhone kaputt? Kein Problem: Reparier es selbst mit dem GIGA & Fixxoo DIY-Set für die iPhone Display-Reparatur - schnell, einfach und preiswert!

Weitere Themen: iPad mini , iPad mini Wi-Fi + Cellular (4G): Gewinnspiel (Gewinner)


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz