iPad mini, iPad 4, Retina-Macbook und mehr: Apple Event im Überblick

von

Im kalifornischen San Jose erblickte Apples iPad mini am heutigen Tag das Licht der Welt. Doch damit nicht genug: Apple stellte neben dem iPad-Nachwuchs auch ein neues Retina MacBook-Pro und einen dünneren iMac vor. Einen Überraschungsauftritt hatte das iPad 4.

iPad mini, iPad 4, Retina-Macbook und mehr: Apple Event im Überblick

Apple hatte sich für sein heutiges Special Event für einen besonderen Veranstaltungsort entschieden. Musste in der Vergangenheit meist das Yuerba Buena Center for the Arts in San Francisco herhalten, wurden die Gäste heute in das California Theatre in San Jose geladen – ein Ort, der den Namen Theater verdient.
Großartig sei es laut Tim Cook, nach langer Pause wieder in San Jose zu sein. An den Ort bestehen einige Erinnerungen. Das Ziel für die heutige Keynote: weitere Erinnerungen hinzufügen.

Zahlen & Retail

Längst ist es Tradition, die Präsentation mit aktuellen Verkaufszahlen und Informationen rund um Apples Retail-Geschäft zu eröffnen. Stolz verkündete Cook, dass bereits am ersten Verkaufswochenende fünf Millionen iPhone-5-Geräte über den Ladentisch gingen. iOS 6 sei inzwischen auf 200 Millionen Geräten installiert – laut Cook die schnellste Aktualisierungswelle in der Software-Geschichte. Ein zentraler Bestandteil von iOS 6 sind iMessages. Die Anwender bestätigen das auf ihre ganz eigene Art: Sie versenden pro Sekunde etwa 28.000 Nachrichten, bis zum heutigen Tag sind das knapp 30 Milliarden iMessages.

Immer mehr Entwickler entdecken das iPad: 275.000 Apps gibt es inzwischen nur für Apples Tablet-Computer. Diese und viele andere Applikationen haben Anwender 35 Milliarden Mal heruntergeladen. 6,5 Milliarden US-Dollar haben Entwickler dabei verdient.

iBooks: Blättern war gestern

1,5 Millionen Bücher, 400 Millionen Downloads – das sind die Eckdaten von Apples iBookstore. Apple aktualisiert die iBooks-App und spendiert ihr einen neuen Scrolling-Modus. Apples Animation für das Umblättern einer Seite fällt dabei weg. Ähnlich wie auf einer Webseite wandert der Text lediglich ein Stück weiter nach unten. Zitate lassen sich nun auf Facebook und Twitter freigeben

MacBook Pro 13 Zoll mit Retina-Display, überarbeiteter Mac mini, dünnerer iMac mit Fusion Drive

“Heute ist ein großer Tag für den Mac”, sagte Phil Schiller zu Beginn seines Vortrags. “Wir nehmen unser bestes Produkt und stellen etwas so viel Besseres und so viel Cooleres vor”. Das war der Plan für Apples neues 13 Zoll MacBook Pro. Es ist 20 Prozent dünner und knapp 500 Gramm leichter als sein Vorgänger. Zweimal Thunderbolt, USB 3, Kopfhörer links, SD-Kartenleser, HDMI und ein weiterer USB-3-Port rechts – das sind die Anschlüsse. Das Display? Retina! 2560 mal 1080 Pixel finden auf dem 13,3 Zoll großen Bildschirm Platz. Stereo-Lautsprecher, eine FaceTime-HD-Kamera und zwei Mikrofone sorgen für gute Verständigung. Im Inneren habe man das Gerät komplett neu entworfen. Intels Ivy-Bridge-Prozessoren finden ebenso Platz wie die Intel-HD-4000-Grafik. Der Akku hält laut Apple sieben Stunden.

In der kleinsten Konfiguration kostet das neue MacBook Pro 1699 US-Dollar. Man bekommt dafür 8 GB Arbeitsspeicher, einen 2,5 GHz Dual Core-Prozessor und eine 128 GB-SSD-Festplatte.

“Sie wussten, dass irgendetwas heute den Namen ‘mini’ trägt”, scherzte Schiller. Zunächst ging es aber um den Mac mini: Er ist nun ebenfalls mit Intels-HD-4000-Grafik und einem 2,5-GHz-Intel-Core-i5-Prozessor ausgestattet. Los geht es bei 599 US-Dollar.

Großen Applaus gab es für die achte Generation von Apples iMac. Unfassbar dünn erschien das Gerät auf der Bühne. 5 Millimeter dünn ist das Gerät an der Seite. Verzichten muss man dabei auf das optische Laufwerk – Apple macht nun also Ernst.

Das Display ist nun direkt mit der Glasplatte verbunden. Noch nie habe man so etwas in der Größe getan, verriet Schiller. Weiterhin gibt es das Gerät mit 21,5- und 27-Zoll-Displays. Anwender dürfen sich außerdem über 75 Prozent weniger Reflektionen freuen. Ab November wird Apples neuer iMac erhältlich sein.

iMac und mini lassen sich beim Kauf mit einer neuartigen Festplattenkonfiguration ausstatteten: Apple nennt sie Fusion Drive. Dabei kombiniert der Hersteller ein 128 Gigabyte-Flash-Speicher mit einer wahlweise ein oder drei Gigabyte großen Festplatte. Fusion Drive bietet einerseits genügend Speicher für Dateien, andererseits hohe Geschwindigkeiten für kurze Zugriffszeiten.

Womit niemand gerechnet hat: iPad 4

Vor zwei Wochen habe man das 100-millionste iPad verkauft. Insbesondere im Bereich der Bildung genieße Apples iPad inzwischen ein hohes Ansehen. Grund genug, um die kreative Schulbuchsoftware zu aktualisieren: Lehrende können nun mathematische Formeln, eigne Fonts und Multitouch-Widgets in ihre Bücher einbinden.

Erst vor einem halben Jahr hat Apple das iPad 3 vorgestellt. Überraschend stellte der Hersteller aber schon jetzt die nächste iPad-Generation vor. Grafik und Prozessor sind dank Apple-A6X-Chip doppelt so schnell, eine FaceTime-HD-Kamera sorgt für schärfere Bilder. Apple verbaut, wie bereits beim iPhone 5, den neuen Lightning-Stecker. Die vierte iPad-Generation gibt es in schwarz und weiß. Die Preise bleiben, ebenso wie das Design, unverändert.

Worauf alle gewartet haben: iPad mini

Zuletzt stellte Apple außerdem das kleinere iPad vor – das iPad mini. Es sei mehr als nur ein geschrumpftes iPad. Apples neues iPad mini habe man komplett neu entworfen. Es ist 7,2 Millimeter dünn und ist halb so schwer wie das iPad der vierten Generation. Die Auflösung entspricht der der ersten beiden iPads: 1024 mal 768 Pixel. Das Gehäuse erinnert stark an Apples iPhone 5. Im Falle des weißen iPad mini besteht die Rückseite aus Aluminium, das schwarze iPad mini ist auch hinten dunkel gehalten.

329 US-Dollar kostet das iPad mini mit 16 Gigabyte Speicher. 130 US-Dollar mehr bezahlt man für die UMTS-/LTE-Variante. Für 32 Gigabyte Speicher kommen 100, für 64 200 Dollar dazu. Vorbestellen lässt dich das Gerät bereits diesen Freitag, am 26. Oktober. Die WLAN-Variante verschickt Apple auch in Deutschland schon eine Woche später. Besteller des UMTS-iPad minis müssen zwei Wochen warten.

Tim Cook fasste abschließend zusammen: “Es war ein unglaubliches Jahr für Apple”.

Update: Inzwischen lässt sich der Mitschnitt zum Special Event auf Apples Webseite als Stream ansehen.

Bilder: Apple.com

Display beim iPhone kaputt? Kein Problem: Reparier es selbst mit dem GIGA & Fixxoo DIY-Set für die iPhone Display-Reparatur - schnell, einfach und preiswert!

iPad Mini

Weitere Themen: MacBook Pro mit Retina Display, iPad mini Wi-Fi + Cellular (4G): Gewinnspiel (Gewinner), Apple


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA APPLE

Anzeige
GIGA Marktplatz