iPad mini: Teardown bestätigt Stereo-Lautsprecher


Business as usual: Ein neues (Apple-)Gadget bedeutet für die Schrauber von iFixit den Einsatz von Plastik-Spachtel, Heißluftpistole und (Pentalob-)Schraubendreher. So auch beim iPad mini, welches einen Tag früher als erwartet seinen Weg auf den OP-Tisch in Kalifornien gefunden hat.

Aktuell ist iFixits Teardown des iPad mini noch im Gange, was bedeutet, dass derzeit noch nicht alle Einzelteile des Tablets aus dem kleinen Gehäuse entfernt und identifiziert wurden. Eine finale Reparatur-Wertung liegt daher noch nicht vor.

iFixit hat den Teardown mittlerweile beendet und das iPad mini bis auf die letzte, noch so kleine Schraube zerlegt. Die Reparatur-Wertung ist aber trotz einiger positiver Aspekte nicht gerade überragend.

Da die Mobilfunk-Variante des iPad mini noch für einige Wochen nicht lieferbar ist, kann aktuell nur die Wi-Fi-Version zerlegt werden. Bislang sind noch keine besonderen Vorkommnisse zu erkennen. Wie von anderen aktuellen Apple-Geräten, setzt das Unternehmen auch beim iPad mini wieder auf die Klebstoff-Variante, um das Gerät vor allzu aufdringlichen Blicken ins Innere zu schützen.

iFixit erwähnt jedoch, dass das Entfernen der Glasfront hier deutlich einfacher war, als bei anderen Modellen. Dazu kommt die frohe Nachricht, dass Display und Glasfront zwei eigene Komponenten sind. Beim Nexus 7 und Kindle Fire HD handelt es sich um eine Einheit.

Das Display selbst kommt trotz anhaltender Meldungen, dass Apple sich von Samsung als Lieferanten trennen will, weiterhin von den Südkoreanern. Möglicherweise setzt Apple aber auch beim iPad mini auf diverse Hersteller, so dass es sich hier nur um eins von mehreren Panel-Modellen handelt.

Der Akku ist im Gegensatz zum neuen iPod touch nicht mit dem Logicboard des iPad mini verlötet, so dass auch hier relativ einfach für Ersatz gesorgt werden kann. Die technischen Daten der Energiequelle sorgen jedoch für Verwirrung. Einige Markierungen besagen, dass es sich um einen Akku mit 3,72 V, 16,5 Wh und 4.400 mAh handelt. An anderer Stelle ist von 3,78 V, 16,9 Wh und 4.400 mAh die Rede. Apple selbst spricht von 16,3 Wh.

Der Teardown bestätigt darüber hinaus den Bericht, dass Apple beim iPad mini zu zwei Lautsprechern, sprich Stereo-Sound, gegriffen hat. Der kleine Lightning-Stecker bietet gerade genug Platz an der Unterseite.

Da der Teardown aktuell noch nicht beendet wurde, gibt es noch kein Fazit zum iPad mini und dessen Reparierbarkeit. Das Fazit der Gadget-Doktoren fällt leider auch beim iPad mini mehr schlecht als recht aus. Nur 2 von 10 Punkte kann das kleine Tablet für sich gewinnen. Grund für die Abzüge sind die vielen sehr kleinen Schrauben, verklebte Innereien und abermals viele fest verlötete Bauteile. So ist etwa der Lightning-Connector direkt mit dem Logicboard verbunden. Ein Defekt am Stecker kann also schnell teuer werden.

Wer einen Blick auf die Bilder des zerlegten iPad mini werfen will, wird bei iFixit fündig.

(Bilder: iFixit)

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