iPad mini: Was dafür und dagegen spricht

Gerüchte um ein iPad mini sind ungefähr so alt wie das iPad selbst. In letzter Zeit haben sie aber besonders Aufwind bekommen – was den Schluss nahelegt, dass Apple tatsächlich ein 7,x-Zoll-Gerät plant. Es gibt gute Gründe, die dafür, aber auch viele Argumente, die dagegen sprechen.

iPad mini: Was dafür und dagegen spricht

iPad mini: Steve Jobs fand 2010 klare Worte

Ein Grund, warum ein iPad mini in einem gewissen Maße eine Überraschung wäre, sind Aussagen des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs aus dem Jahr 2010: 7-Zoll-Tablets seien zu klein, um mit dem iPad zu konkurrieren und zu groß, um eine Alternative zu Smartphones darzustellen. Die Benutzeroberflächen-Elemente seien auf einem 7-Zoll-Display zu klein, um sie vernünftig mit den Fingern bedienen zu können. Aus eben diesem Grund seien entsprechende Geräte zum Scheitern verurteilt.

Veränderte Situation durch E-Book-Reader?

Rob Enderle von Digital Trends kennt diese Worte des früheren Apple-CEO. Er glaubt aber, dass sich die Zeiten entscheidend geändert haben: 7-Zoll-Geräte hätten sich zunächst in Form der E-Book-Reader etabliert, den Kunden habe genau dieses Format gefallen. Als E-Book-Reader würden sie eher ein 7- als ein 10-Zoll-Gerät mitnehmen und stellten fest, dass sich in dieser Größe auch vernünftig Musik hören, Filme ansehen oder im Internet browsen lässt.

Apple gerate nun in Zugzwang und müsse auf die Erfolge kleinerer Tablets reagieren. Enderle glaubt derweil auch, dass Apple ein größeres iPhone braucht, denn bei Smartphones sei ein größeres Display letztendlich praktischer.

Besteht ein Markt?

Die Website PC World stellt einige weitere Stimmen für und gegen ein iPad mini zusammen: Dem Computerworld-Blogger Jonny Evans zufolge müsste Apple auch auf den Markt kleinerer Tablets einsteigen, um es weiterhin mit den zahlreichen Herstellern von Android-Geräten aufnehmen zu können. Als Abnehmer böten sich Verbraucher mit kleinem Budget, Bildungseinrichtungen, Eltern, Kinder, E-Book-Leser und Unternehmer an.

Patrick Moorhead von TechPinion glaubt, dass das Google-Tablet Nexus 7 dem iPad 2 gefährlich werden könnte, dass Apple weiterhin neben dem neuen iPad als günstigeres Modell verkauft. Ein 7-Zoll-iPad könnte Apple für 299 US-Dollar anbieten und immer noch eine gute Gewinnmarge halten. Der Blogger John Gruber glaubt sogar, dass Apple mit dem Preis auf 199 Dollar heruntergehen und eine Variante mit mehr Flash-Speicher für 249 Dollar anbieten könnte. Sollte Apple zu dem Schluss kommen, mit einem kleineren, günstigeren iPad noch Geld verdienen zu können, werde das Unternehmen das auch tun. Dagegen spreche nichts.

Argumente gegen das mini-iPad

Ganz anders sieht es Adrian Hingsley-Hughes von ZDNet: Apple könnte sich nach seiner Auffassung einfach zurücklehnen und zusehen, wie sich die einzelnen Hersteller günstiger kleiner Tablets gegenseitig bekriegen und den Preis für Android-Geräte in den Keller treiben – und weiterhin bequem das 9,7-Zoll-iPad als Quasi-Monopolist in dieser Sparte mit hohen Gewinnen verkaufen.

Joseph Thomas von All Voices sieht das ähnlich: Einerseits werde Apple nicht so radikal mit der Strategie des früheren Chefs Jobs brechen. Andererseits gebe es da auch gar keinen Grund für: Mit dem aktuellen iPad sei das Unternehmen schon so erfolgreich und habe keinen Grund, in Sachen Gewinnmarge Kompromisse einzugehen. Ein Billig-Produkte würde ohnehin nicht zu Apple passen: Immerhin könnte Apple auch Klopapier-Rollen für 10 Dollar verkaufen, solange auf ihnen nur ein Apple-Logo klebe.

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