40 Prozent aller iPad-Nutzer besitzen einen Kindle

macnews.de
20

Wie eine Studie der Analysten von JP Morgan aus dem Dezember 2010 zeigt, wird das iPad seiner angeblichen Rolle als “Kindle-Killer” alles andere als gerecht. Die beiden Geräte scheinen sich nicht gegenseitig auszuschließen, immerhin kauften 40 Prozent der etwa 1.000 befragten Personen neben dem Apple Tablet auch noch einen E-Book Reader aus dem Hause Amazon  

Weitere 23 Prozent derjenigen Personen, die aktuell lediglich ein iPad besitzen, planen innerhalb der nächsten 12 Monate den Kindle-Kauf. Die Analysten vermuten TechCrunch zufolge, dass vor allem der erhebliche Preisunterschied zwischen den beiden Geräten von immerhin 360 US-Dollar für die überraschenden Ergebnisse verantwortlich ist.

Außerdem habe Amazons Marketingabteilung den Kindle erfolgreich vom iPad abzugrenzen versucht. Nicht einmal die Möglichkeit, das Tablet aus Cupertino dank entsprechender App* quasi als Kindle-Ersatz nutzen zu können, hatte hierauf Einfluss. Der Kunde weiß offenbar zwischen Multimedia-Gaming- und reinem E-Book-Gerät zu unterscheiden.

Ebenfalls ein Verdienst der Werbe-Experten bei Amazon sei der hohe Wiedererkennungswert des Produkts. Ganze 76 Prozent der Befragten kannten den Kindle, fast so viele wie die 84 Prozent, die schon einmal etwas vom iPad gehört hatten. Das Nook aus dem Hause Barnes&Noble schnitt dagegen mit nur 45 Prozent Bekanntheitsgrad eher schlecht ab.

Die Zeichen zwischen iPad und Kindle stehen also nicht auf “gegenseitige Zerstörung” sondern auf “friedliche Koexistenz”. Dies sollte vor allem Amazon erleichtert aufatmen lassen. Ob sich die Studie auf US-amerikanische Kunden bezieht oder weltweit durchgeführt wurde, ist nicht bekannt.

Weitere Themen: iPad, Amazon

Neue Artikel von GIGA

GIGA Marktplatz