Amazon Kindle: E-Book-Shop und Lesegerät für Deutschland

Sebastian Trepesch
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Amazon hat heute den Kindle-Shop für Deutschland eröffnet. Mit über 650.000 Titeln stelle man die größte Auswahl an E-Books im Lande bereit, die durch eine Publishing-Plattform weiter wachsen dürfte. Über Apps können die erworbenen Bücher auch auf dem Mac und den iOS-Geräten wie iPad und iPhone gelesen werden. Zeitgleich ist das Amazon-Lesegerät Kindle nun auch hierzulande erhältlich.

Die Auswahl an deutschsprachigen E-Books war bislang unübersichtlich und vergleichsweise klein. Mit 25.000 deutschsprachigen Büchern im Kindle-E-Book-Shop

* ändert das der Versandhändler auf einen Schlag. Tausende deutscher Klassiker seien dabei, die nur für Kindle gratis zum Download
* verfügbar stehen, informiert das Unternehmen. Aus der Spiegel-Bestsellerliste seien 71 der 100 Titel verfügbar. Auch Zeitungen und Zeitschriften wie FAZ – von der es aber jetzt auch eine App gibt – oder Handelsblatt sind im virtuellen Katalog. Neue Abonnements werden automatisch drahtlos auf den Kindle geladen und starten mit einem kostenlosen 14-tägigen Probeabonnement.

Die Medien können nicht nur auf den Kindle-Lesegeräten, sondern über Reader-Apps auch auf iPhone, iPad, Mac und Android-Geräten gelesen werden. Eine neue Kindle-Lese-App hat Amazon dafür angekündigt, die mit der “Whispersync-Technologie” automatisch auf allen eigenen Geräten nicht nur Notizen, sondern auch die zuletzt gelesene Seite synchronisiert. Damit kann man immer genau an der Stelle weiterlesen, an der man zuvor aufgehört hat. Seit heute gibt es jeweils eine zugeschittene kostenlose Anwendung für iPhone*, für iPad* und für den Mac*.

Wer auf ein Lesetablet mit E-Ink- statt LED-Display steht, kann den Kindle-Reader über Amazon.de

* ab 139 Euro bestellen, mit Wi-Fi oder 3G. Bislang war dies nur über Amazon.com möglich. Unverständlicher Weise ist die Menüführung und Tastatur allerdings nur auf Englisch erhältlich. Amazon nahm in der Werbung zu dem Produkt bereits das spiegelnde Display des iPad auf die Schippe:

Wer bereits Kindle-Bücher aus dem US-Shop besitzt und fortan Amazon.de nutzen möchte, kann die elektronischen Bücher auf das deutsche Konto übertragen, erklärte das Unternehmen gegenüber macnews.de.

Die Anzahl der Kindle-Titel dürfte sich über den Service Kindle Direct Publishing (KDP) schnell vergrößern. Verleger und Autoren können die deutschsprachige Webseite nutzen, um Bücher international anzubieten. 70 Prozent der Tantiemen dürfen sie einbehalten – allerdings mit Einschränkungen im Kleingedruckten.

„Seit über 12 Jahren verkauft Amazon.de gedruckte Bücher – heute freuen wir uns, Millionen Kunden nun auch den größten eBook-Shop Deutschlands zu bieten“, kommentiert Greg Greeley, Vice President European Retail bei Amazon, den Start. „Die Deutschen lesen leidenschaftlich gerne und wir sind sicher, dass sie ebenso wie Kunden in den USA und Großbritannien schnell entdecken, welche Vorteile das Lesen auf dem Kindle bietet.“

Übrigens: Einer Studie zufolge besitzen (vermutlich nur in den USA) 40 Prozent der iPad-Nutzer einen Kindle.

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