iPad vs. Kindle: Sind Sie ein typischer Nutzer?

Tizian Nemeth
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iPad-Anwender – das sind überwiegend junge Männer. Kindle-Besitzer hingegen sind reicher und haben eine höhere Bildung. Schön, wenn man eine Gruppe von Menschen über ein Alltagsgerät definieren kann. Unschön, wenn man daraufhin einen Stempel aufgedrückt bekommt.

Die Konsumanalysten von Nielsen haben sich die Besitzer unterschiedlicher mobiler Geräte einmal näher betrachtet – zumindest die wesentlichen Merkmale wie Alter, Einkommen, Bildung und Geschlecht.

Dabei sind sie zum Schluss gekommen, dass ein iPad-Besitzer meistens zwischen 18 und 34 ist und männlichen Geschlechts. Tatsächlich sind nach den Zahlen nur 35 Prozent der iPad-Besitzer Frauen. Wieviele von den iPad-besitzenden Männern ihr heißgeliebtes Spielzeug allerdings nicht mehr in die Finger bekommen, weil die Frau es in Benutzung hat, verrät die Statistik leider nicht.

Bei einer inoffiziellen Zählung innerhalb der Redaktion kommt macnews.de auf rund 50 Prozent. Demnach kaufen Männer wohl öfter das Gerät, benutzen dürfen sie es allerdings nicht.

Eine weitere Untersuchung von Nielsen ergibt zudem, dass Kindle-Besitzer wohlhabender sind. 44 Prozent von ihnen verdienen mehr als 80.000 US-Dollar im Jahr. Bei iPad-Besitzern sind es gerade einmal 39 Prozent.
Um das etwas zusammenzufassen: Kindle-Nutzer verdienen mehr und entscheiden sich beim Kauf für ein günstigeres Gerät mit eingeschränkteren Anwendungsmöglichkeiten, während sich Anwender mit geringerem Jahreseinkommen für ein deutlich preisintensiveres Gerät entscheiden, das allerdings gemessen an den Möglichkeiten womöglich gar nicht so teuer ist. Ob das was mit Bildung zu tun hat?

Zumindest besagt die Statistik auch, das Kindle-Vetreter eine höhere Bildung haben. Immerhin haben 27 Prozent aller Nutzer von Amazons E-Reader mindestens einen Master oder sogar Doktor-Titel. Über den Bildungsgrad der iPad-Anwender schweigt sich die Statistik aus.

Dafür sind iPad-Besitzer aber leichter von schöner Werbung beeinflussbar. Immerhin sagen 39 Prozent, sie fänden Werbung auf ihrem Gerät interessant. Ein noch größerer Anteil – 46 Prozent – freut sich zudem über Werbung, mit der man interagieren kann. Das wird auf dem Kindle natürlich schwierig, aber die Statistik vergleicht da auch lieber iPad-Nutzer, iPhone Besitzer und alle anderen Geräte-Anwender.

Nicht ganz unwichtig: iPad-Anwender kaufen auch aufgrund von Werbung auf ihrem Gerät öfter das beworbene Produkt. Und das, obwohl sie ja weniger Geld als Kindle-User haben.

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