E-Book-Reader kobo: Besser als der Kindle?

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Vor einigen Wochen haben wir uns den Kindle touch von Amazon angeschaut und dabei ein paar Vor- und Nachteile im Vergleich zum iPad besprochen. Nun haben wir den E-Book-Reader kobo vorliegen. Die bessere Wahl?

E-Book-Reader kobo: Besser als der Kindle?

Nach unserem Kindle-Touch-Test hat uns die PR-Agentur von kobo gefragt, ob wir nicht auch deren E-Book-Reader anschauen möchten. Das klingt so, als ob der kobo es mit dem Kindle aufnehmen könne. Klar schauen wir uns das Gerät an. Schließlich hat es gegenüber dem Amazon-Reader schon auf dem Papier einen großen Vorteil: kobo kann Dokumente im ePub-Format anzeigen.

E-Book-Reader sind besser als Tablets – aber nur manchmal

Hier nocheinmal das Vorstellungsvideo zum Kindle touch. Kollege Holger erklärt mir unter anderem, warum er einen E-Book-Reader einem Tablet bevorzugt.

Kurz gesagt: Zum Lesen von Büchern sind E-Book-Reader mit E-Ink-Display wie kobo oder Kindle besser geeignet, als LCD-Tablets: Kein Spiegeln in der Sonne, klein und leicht, lange Akkulaufzeit, augenfreundlich. In Navigation, Benutzerfreundlichkeit und natürlich Funktionsumfang sind die Reader iPad und Kollegen bei weitem unterlegen.

Hardware: kobo vs. Kindle

Die Rückseite des kobo ist nicht so langweilig wie bei dem Kindle, aber nicht jedermanns Sache. Mit 10 Millimetern Dicke und 200 Gramm Gewicht ist der kobo etwas leichter als der Kindle touch. Beide besitzen ein 6-Zoll-Touch-Display mit elektronischer Tinte (E-Ink, 16 Graustufen).

Die Schrift auf dem kobo ist unschärfer, konstrastärmer, und das Umblättern dauert länger. (Hier unten im Bild kobo im Vergleich mit dem Kindle, nicht Kindle touch.)

kobo: Nett, aber umständlich

Die Aufmachung des kobo ist freundlich, das Design übersichtlich. Der Homescreen zeigt die Buchcover, das sieht wesentlich besser aus als bei dem Kindle.

Dafür wird der Kindle schon fertig auf das Amazon-Konto des Benutzers konfiguriert ausgeliefert. Kostenlose Bücher findet man zu Hauf und kann sie schnell herunterladen.

Der Umgang mit kobo wirkt wesentlich umständlicher. Ein Spaßverderber, wenn sich nicht sofort Bücher einfach auf den Reader kopieren lassen. Da lag der kobo bei uns schnell mal einfach zwei Wochen im Schrank und wartete, bis jemand den Blick in die (recht anschauliche) Bedienungsanleitung geworfen hat. Sogar die Installation einer Software auf dem Rechner ist notwendig. Benutzerfreundlichkeit ist etwas anderes.

Natürlich können Bücher direkt auf dem kobo gekauft werden, WLAN-Verbindung vorausgesetzt. Kostenlose deutsche Bücher sind im kobo-Store aber eine Nadel im Heuhaufen. Bei Amazon gibt es die ganzen Klassiker zum kostenlosen Download. Wie Amazon bietet auch kobo eine App für iPhone und iPad an. Einkäufe können somit auch auf den iOS-Geräten gelesen werden.

Fazit kobo versus Kindle

Kobo ist durchaus in manchen Dingen dem Kindle überlegen – zum Beispiel Design, Formate (Adobe Digital Editions, ePub) und Funktionen (Speichererweiterung mit MicroSD-Karte). In der Praxis erweist sich der Kindle dem kobo dennoch bei weitem überlegen. Die Bedienung ist einfacher, das Lesevergnügen deutlich höher (Textdarstellung!). Klare Empfehlung für das Amazon-Produkt.

kobo kaufen:

Informationen zum Kindle:

AlternativenSony Reader (Herstellerseite); bei Amazon 

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