Motorola Xoom 2: Techradar Review zeigt ernüchterndes Ergebnis

Andre Reinhardt
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Ein glückliches Händchen beweisen die Amerikaner von Motorola derzeit mit ihren Smartphones. Das RAZR und das kommende Droid 4 scheinen wirklich vorzeigbare Geräte zu sein. Schick sieht auch das Xoom 2 aus, dafür enttäuscht es bei Technik und Verarbeitung.

Motorola Xoom 2: Techradar Review zeigt ernüchterndes Ergebnis

Das Motorola Xoom ging neben der großen Konkurrenz von Apple in Form des iPad 2 und Samsung mit dem Galaxy Tab 10.1 ziemlich unter. Das zweite Xoom wurde vor allem beim Äußeren verändert. Das Gehäuse ist nun sehr kantig gestaltet und beugt unliebsamen Patentstreits gegen einem gewissen Obst aus Cupertino vor. Beim Inneren hat sich jedoch kaum was geändert. Der Prozessortakt wurde zwar von 1 GHz auf 1,2 GHz gehievt, dass ist aber kein großes Kunststück und ohne weiteres auch mit dem Xoom der ersten Generation machbar.

Weggelassen wurde der microSD-Kartenschacht was sicherlich für Unverständnis bei vielen potentiellen Käufern sorgen wird. Der 16 GB interne Speicher muss reichen, schließlich kann man über die Cloud oder das Heimnetzwerk seinen Datenplatz erweitern. Der 10 Zoll-Bildschirm bleibt ebenso bei Größe und Auflösung (1280×800 Pixel) auf dem Stand des ersten Xooms. Der nächste Rückschritt ist bei der Frontkamera zu betrachten. 1,3 statt 2,0 Megapixel werden hier spendiert.

Bei Techradar ist man hier nicht ganz so begeistert vom Xoom 2, wenn es um den Bildschirm geht. Dieser sei sehr anfällig für Dreck und Staub und würde sich schon schnell nicht mehr gut anfühlen. Des weiteren sei die Displayhelligkeit zu niedrig. Von der Arbeitsgeschwindigkeit sei man aber angetan, hier würde man kaum einen Unterschied zum Samsung Tab 10.1. oder dem Asus Slider bemerken.

Auch gefallen hat die Funktion, dass Videodateien direkt umgewandelt werden, wenn sie nicht mit dem Tablet kompatibel sind. Man hat auch schnellen Zugriff zum Heim-Media-Server und kann Dateien mit der Dropbox zügig und einfach teilen. Seltsam ist, dass eine Verschlusskappe an der Seite angebracht ist, hinter der sich aber nur Plastik verbirgt. Ein Hinweis, dass doch mal eine microSD-Version geplant war? Das lässt das Gerät schon mal etwas schlampig gebaut wirken, dem hinzu kommt noch die generelle Verarbeitung, die ebenfalls dürftig sein soll. Hier gibt die Rückseite schon bei leichtem Druck nach.

Die Akkuleistung würde in Ordnung gehen. 20% des Akkus hätte das Xoom 2 bei einer Stunde Internetnutzung verbraucht. Gesamt betrachtet scheint den Amerikanern mit dem Xoom 2 kein großer Wurf gelungen zu sein.

Weitere Themen: Motorola Xoom, Motorola Mobility

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