Motorola Xoom 2 im Test

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Vor etwa einem Monat brachte Motorola das Xoom 2 auf den Markt – ein Tablet, das gegenüber dem Vorgänger, dem ersten Motorola Xoom, vor allem dünner und leichter geworden ist, dafür aber eine fast identische Hardware mit sich bringt. Ob das Motorola Xoom 2 überzeugen kann und ob es im Jahr 2012 noch konkurrenzfähig ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Motorola Xoom 2 im Test

Es ist mittlerweile ein gutes Jahr her, als Motorola mit dem Xoom das erste Android-3.0-Tablet vorstellte. Leider hatte das Motorola-Gerät aber mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen: So war es relativ dick und schwer, auch wurde häufig das (zu) stark spiegelnde Display kritisiert. Hinzu kam, dass Android Honeycomb zum Launch-Termin des Motorola Xoom noch nicht ganz ausgereift und mit einigen Bugs behaftet war – zumindest dieses Problem dürfte es beim Nachfolger nicht geben, wenngleich die zweite Auflage des Xoom-Tablets leider noch nicht mit Android Ice Cream Sandwich ausgeliefert wird. Aber wie sieht es mit dem Rest aus? Konnten die diversen Fehler der ersten Generation beseitigt werden? Und ist das 500-Euro-Tablet mit Tegra-2-Prozessor eigentlich noch konkurrenzfähig, wenn es ein iPad 3 zu ähnlichen Preisen gibt? Diese und verschiedene andere Fragen wird euch unser ausführlicher Testbericht beantworten.

Für die Teststellung des Motorola Xoom und des Motorola Xoom 2 bedanken wir uns recht herzlich bei getgoods.de!

Hardware

Design & Lieferumfang

In weiten Teilen gleicht das Design dem des Vorgängers: Der Motorola-Schriftzug befindet sich immer noch links oben, die Webcam liegt noch auf  der gleichen Stelle und auch die micro-USB- und -HDMI-Anschlüsse sitzen bei der zweiten Xoom-Auflage auf der Unterseite des Tablets. Dafür sind die Ecken nun abgerundet und verpassen dem Xoom 2 ein Aussehen, das an das des Motorola RAZR erinnert. Wie bereits oben erwähnt, ist es um einiges dünner als sein Vorgänger: Mit einer Dicke von 8,8 Milimeter liegt es auf einem Niveau mit dem iPad 2. Auch ist es nun etwa 100 Gramm leichter als das erste Xoom-Tablet.

 

Gegenüber dem Vorgänger hat sich ebenso die Rückseite verändert: Während Motorola bei ersten Xoom-Generation noch großflächig auf Aluminium setzte und nur oben einen kleinen Plastikstreifen einbaute, wandelt dieser nun an den linken und rechten Rand. Sicher alles eine Frage des eigenen Geschmacks – mir persönlich gefällt das Aussehen des Xoom 2 aber nicht. Es entsteht nicht der Eindruck eines in sich stimmigen Designs. Dafür muss man allerdings festhalten, dass das Tablet gut in der Hand liegt. Übrigens: Motorola legt dem Lieferumfang nur das Allernötigste bei: In der Verpackung findet man neben dem Xoom 2 selbst nur noch ein (durchaus langes) Ladegerät; ein USB-Kabel sucht man vergebens.

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Display

Das 10,1 Zoll große IPS-Display wird von Gorilla Glas geschützt und löst mit 1280×800 Pixeln auf. Während Helligkeit und Kontrast absolut in Ordnung gehen, stören die starken Spiegelungen; diese sind – rein subjektiv betrachtet – sogar etwas höher als bei der Konkurrenz. Das enorm spiegelnde Display war unter anderem auch eines der größten Kritikpunkte am Vorgänger – in der Display-Kategorie ergeben sich also keine Vorteile im Vergleich zur ersten Xoom-Generation. Fast schon selbstredend erkennt der Bildschirm dagegen Touch-Befehle hervorragend.

Performance & Alltagsleistung 

Während die Konkurrenz á la ASUS in ihren Geräten mittlerweile Quad-Core-Prozessoren verbaut, steckt im Motorola Xoom 2 mit dem Texas Instruments OMAP 4430 wieder ein Dual-Core-Prozessor, der mit 1,2 GHz je Kern taktet und von 1GB RAM unterstützt wird. Leider treten immer mal wieder Aussetzer an der Oberfläche auf, die in der Summe störend wirken – auch, wenn das Xoom 2 in Benchmark-Tests seinen Vorgänger schlägt. Insbesondere die Ansicht der letzten verwendeten Programme reagiert relativ träge. Anmerken muss man hierbei jedoch, dass dies im Alltagsgebrauch nicht allzu sehr auffällt. Auch grafisch aufwendigere Spiele wie “Shadowgun” laufen auf dem Dual-Core-Tablet ruckelfrei.

Akku & Konnektivität 

Das Motorola Xoom 2 ist – wie die meisten aktuellen Tablets – in zwei Varianten erhältlich: Es gibt eine (derzeit nur selten verfügbare) WiFi-only- und eine WiFi+3G-Version. Optional kann man zwischen 16 und 32 GB internem Speicher wählen, den man zusätzlich mit einer Micro-SD-Karte mit bis zu 32 GB erweitern kann. Über den HDMI-Anschluss kann man das Tablet mit dem Fernseher verbinden und dort Inhalte wiedergeben; die USB-Schnittstelle dient dazu, das Gerät aufzuladen oder Daten auszutauschen. USB-Sticks können allerdings nicht angeschlossen werden, da es sich hierbei nicht um USB-Host handelt.

Als Besonderheit hat Motorola eine Infrarot-Schnittstelle eingebaut, die es unter anderem ermöglichen soll, das Xoom 2 als Fernbedienung für den TV und andere Multimediageräte zu nutzen. Dafür installiert Motorola eine Anwendung namens “Dijit” vor. Leider fehlen dieser App einige wichtige Funktionen, so dass man dann doch wieder lieber zur normalen Fernbedienung greift.

Mit seinem 7.000-mAh-Akku liegt das Motorola-Tablet etwa auf Höhe des Vorgängers und damit im oberen Mittelfeld der aktuellen Tablets: Zwar hält mein iPad der dritten Generation etwas länger durch; eine Laufzeit von 1-2 Tagen mit etwa 7 Stunden angeschaltetem Display war bei meiner Nutzung aber durchaus realistisch und damit meiner Meinung nach auch akzeptabel.

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