Samsung Galaxy Tab 3: 8.0 und 10.1 Zoll mit enttäuschenden Specs vorgestellt

Sven Kloevekorn
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Die technischen Daten des Ende April vorgestellten Galaxy Tab 3 7.0 von Samsung konnten keine Begeisterung auslösen, zu gering ist der Fortschritt gegenüber dem Vorgängermodell und zu wenig zeitgemäß erscheinen viele Details wie die geringe Bildschirmauflösung mit nur 169 ppi Pixeldichte. Jetzt hat Samsung wie erwartet noch zwei weitere neue Tablets vorgestellt, namentlich das Galaxy Tab 3 8.0 sowie das Galaxy Tab 3 10.1. Führt man sich deren ebenfalls enttäuschende Spezifikationen vor Augen, stellt sich erneut die Frage, welche Strategie Samsung eigentlich bei seinen Tablets verfolgt.

Samsung Galaxy Tab 3: 8.0 und 10.1 Zoll mit enttäuschenden Specs vorgestellt

Das Galaxy Tab 3 8.0 gleicht von den technischen Daten und vom Design her weitgehend dem Galaxy Note 8, kommt aber ohne Stylus und Wacom Digitizer. Die Taktung des Dual Core-SoCs ist gegenüber dem Note 8 geringfügig auf 1,5 GHz reduziert, der Arbeitsspeicher büßt ein halbes Gigabyte ein und beläuft sich auf 1,5 GB, was einem flüssigen Bedienerlebnis aber nicht im Wege stehen sollte. Beim Flashspeicher hat der potenzielle Kunde die Wahl zwischen 16 oder 32 GB, die sich über micro SD-Karten um bis zu 64 GB erweitern lassen. Die rückwärtige 5-MP-Kamera ohne LED-Blitz ist in die obere Ecke gewandert, während die vorne verbaute 1,3-MP-Webcam sich nicht von der des Note 8 unterscheidet. Gleich geblieben ist auch die Auflösung des LC-Displays von 1.280 x 800 Pixeln, was eine Pixeldichte von nicht gerade berauschenden 189 ppi ergibt. Der Rahmen um das Display ist ein wenig geschrumpft. Der fest verbaute Akku kommt auf eine Kapazität von 4.450 mAh. Ein Infrarot-Modul ist vorhanden.

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Das Galaxy Tab 3 10.1 wurde in Sachen Design Samsungs aktueller Linie ab dem Galaxy S3 angepasst: Das beinhaltet einen physischen Home-Button sowie zwei kapazitative Tasten für die Android-typische Navigation, die die sonst erforderlichen virtuellen Tasten überflüssig machen. Merkwürdigerweise hat Samsung sich dazu entschieden, die drei Tasten an einer der langen Seiten anzuordnen, sodass sich die Bedienung des Tablets im Hochformat als schwierig erweisen dürfte. Das Intel-SoC mit zwei Kernen taktet mit 1,6 GHz, die Auflösung der Hauptkamera beträgt etwas magere 3 MP. Befremdlich: Samsung hat sich erneut für das schon seit dem Tablet-Urahnen Galaxy Tab 10.1 in alle Samsung-Tablets dieses Formates eingebaute LC-Display mit 1.280 x 800 Pixeln entschieden, das inzwischen aber etwas in die Jahre gekommen und vielen Konkurrenten nicht gewachsen ist. Die gegenüber dem neuen 8-Zöller verminderte Ausstattung mit nur einem Gigabyte RAM sorgt bei uns ebenfalls für Verwunderung. Auch der 10.1-Zoller verfügt über einen IR-Port und man hat erneut die Wahl zwischen 16 oder 32 GB Flashspeicher. Der Akku fasst 6.800 mAh.

Beide Geräte sollen ab sofort zu noch nicht bekannten Preisen erhältlich sein und werden mit dem aktuellen Android 4.2 Jelly Bean sowie den Samsung-typischen Apps und der TouchWiz-Oberfläche ausgeliefert. Geplant sind Varianten nur mit Wi-Fi sowie solche mit UMTS und in einer dritten Linie auch mit LTE. Die von bisherigen Samsung-Tablets bekannten proprietären Anschlüsse sind erfreulicherweise dem inzwischen allgemein üblichen MicroUSB-Port gewichen.

Auf dem Markt für High-End-Tablets können Samsungs neue Galaxy Tabs angesichts der mageren Ausstattung der neuen Modelle nicht mehr mitspielen. Diesen Part sollen offenbar künftig die Galaxy Notes übernehmen, während sich die Galaxy Tabs in Richtung Einsteiger- und Mittelklasse zu orientieren scheinen. Schade, dass ein wirklich potentes Tablet von Samsung im nach wie vor interessanten 10-Zoll-Format wohl nicht mehr zu erwarten ist. Auch auf die Preise darf man gespannt sein: Setzt Samsung diese wie bei den letzten Tablet-Generationen erneut zu hoch an, dürfte auch den neuen Modellen wieder nur ein bescheidener Erfolg zuteil werden.

Quelle: AndroidPolice

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