Surface Pro (2017) in ersten Reviews: Gut, aber nicht perfekt

Peter Hryciuk

Gestern fiel der Startschuss für den Verkauf des neuen Surface Pro (2017). Erste Reviews aus den Staaten belegen, dass die neue Generation besser geworden ist, aber weiterhin Schwächen aufweist.

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Microsoft Surface Pro (2017): Highlights im Überblick

Das neue Surface Pro kann überzeugen

Microsoft hat in diesem Jahr kein Surface Pro 5 vorgestellt, sondern „nur“ ein Surface Pro (2017). Die neue Namensgebung soll Microsoft von der jährlichen Aktualisierungspflicht lösen. Neue Modelle gibt es nur noch, wenn es wirklich sinnvolle Änderungen gibt. Die halten sich beim Surface Pro für 2017 im Vergleich zum Surface Pro 4 tatsächlich in Grenzen. Das Design ist fast gleich, die Verbesserungen liegen eher im Detail. Da das Surface Pro 4 im Jahre 2015 schon als eines der besten Windows-10-Tablets gut in Tests abgeschnitten hat, war die gute Bewertung des neuen Surface Pro nur noch Formsache.

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Die Akkulaufzeit und Performance stimmen

In den Reviews aus den USA wird das Surface Pro (2017) insgesamt sehr gelobt. Microsoft hat viele Probleme, die beim Surface Pro 4 aufgetreten sind, behoben. Die Akkulaufzeit ist spürbar höher und der Lüfter nicht mehr so aufdringlich. Bei der neuen Generation arbeitet nicht nur das Modell mit Core m3 ohne Lüfter, sondern auch das Modell mit Core i5 verzichtet auf eine aktive Lüftung. Verbaut werden Intel-Prozessoren der 7. Generation, die diese neue Bauweise erlauben. Der Unterschied zum Surface Pro mit Core i7 ist aber nun um so deutlicher. Dort sorgt ein Lüfter für eine bessere Kühlung, sodass eine höhere Performance ermöglicht wird – die auch länger zur Verfügung steht.

Kein Stylus, keine Tastatur, kein USB Typ C

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Surface Pro (2017): Der neue Surface Pen

Während das Surface Pro 4 bei Markteinführung noch mit einem Surface Pen ausgeliefert wurde, fehlt dieser bei der neuen Generation. Man muss sich den Stift also extra kaufen. Die Kosten liegen bei gut 65 Euro. Wer sich ein Surface-Tablet kauft, wird das wohl in erster Linie auch wegen der Stifteingabe tun und muss entsprechend einen höheren Preis zahlen. Das Type Cover war noch nie mit dabei, kostet also auch wieder extra, wenn man das Tablet in ein Notebook verwandeln möchte. Das neue Modell mit  Alcantara-Bezug kostet immerhin stolze 180 Euro. Das läppert sich. So landet man schon beim Modell mit Core m3, 4 GB RAM und 128 GB internem Speicher mit Stylus und Tastatur bei fast 1.200 Euro. Da wäre der Griff zum Vorgänger deutlich günstiger:

Mehr Leistung per Thunderbolt 3 und USB-Typ-C? Pustekuchen, diesen Anschluss besitzt das neue Surface Pro nicht. Microsoft bleibt bei einem USB-3.0-Port, Surface-Anschluss und Mini-DisplayPort. Im Gegensatz zum Surface Laptop besitzt das Surface Pro aber einen microSD-Kartenslot. Damit können hier auch weiterhin Speicherkarten eingelegt werden. Das Tablet läuft zudem mit vollwertigem Windows 10 Pro – das Surface Laptop nur mit Windows 10 S.

Microsoft hat das Surface Pro (2017) also in den wichtigsten Bereichen verbessert aber ist nicht in allen Bereichen mit der Zeit gegangen. Reviews findet ihr bei The Verge, Pocket-lint,  TechCrunch oder Perti.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Wer also das neueste und bisher beste Microsoft-Tablet mit Windows 10 haben möchte, der greift zum Surface Pro (2017). Ansonsten ist und bleibt das Surface Pro 4 weiterhin die beste Alternative dazu. Wir haben ein Testgerät angefordert und werden uns das Surface Pro (2017) dann auch noch einmal anschauen.

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