Surface Pro bekommt USB-Typ-C-Anschluss: Microsofts umständliche Lösung

Peter Hryciuk
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Microsoft verkauft sich gerne als innovatives Unternehmen, hat beim neuen Surface Pro (2017) aber den USB-Typ-C-Anschluss „vergessen“ und dafür viel Kritik geerntet. Die Lösung für das Problem ist nicht wirklich elegant.

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Surface Pro bekommt USB-Typ-C-Port per Surface-Connector

Ein Patent gibt einen Ausblick darauf, wie Microsoft den Surface-Geräten einen USB-Typ-C-Anschluss verpassen möchte. Statt den Port einfach im Gerät zu verbauen, wie es 90 Prozent aller PC-Hersteller und sogar Apple machen, hat Microsoft auf diesen vielseitigen Anschluss beim Surface Pro (2017), Surface Laptop und Surface Studio verzichtet. Jetzt soll eine halbgare Lösung helfen, die nicht wirklich durchdacht wirkt:

Microsoft geht nämlich den Umweg über den Surface-Connector, den das Unternehmen bei den Surface-Geräten zum Aufladen oder zur Verbindung mit dem Dock nutzt. An diesem länglichen Connector soll ein USB-Typ-C-Anschluss vorhanden sein, an dem sich Zubehör anschließen lässt. Ohne das Ladekabel ist der neue USB-Anschluss also nicht verwendbar. Eine mobile Nutzung wäre damit fast ausgeschlossen, denn man müsste zunächst den Ladeadapter anschließen, um ein USB-Typ-C-Gerät verbinden zu können. Umständlicher geht es wohl kaum – zumal nicht jeder immer das Ladekabel mit dem Surface-Connector dabei hat, nur um Peripherie anschließen zu können.

Das hat Microsoft wohl auch irgendwann gemerkt, denn der Anschluss wurde schon 2016 als Patent eingereicht, aber zumindest jetzt noch nicht umgesetzt. Das Unternehmen möchte den Surface-Produkten aber den USB-Typ-C-Anschluss ermöglichen und plant eine Lösung, die einfach funktionieren soll. Das endet vermutlich mit Adaptern, wie es bei der Konkurrenz der Fall ist. Nur werden hier Adapter zum Anschluss von USB-C-Geräten benötigt – bei der Konkurrenz hingegen, um ältere Geräte an die USB-C-Anschlüsse anstecken zu können. Hätte Microsoft einfach einen neuen USB-Anschluss verbaut, wären alle zufrieden gewesen. Vielleicht ist das auch ein Grund, wieso die Preise des Surface Pro (2017) schon so gefallen sind.

Quelle: patentscope via thevergemspoweruser

Weitere Themen: Surface Laptop, Surface Studio

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