NostalGIGA Folge 16 – Alone in the Dark 3

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NostalGIGA - Alone in the Dark 3
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Wenn ich an meine Anfangszeiten mit dem Medium Videospiel zurückdenke, dann fallen mir da Titel wie “Day of the Tentacle”, “Earthworm Jim”, “Tetris” oder etwa “Sim City 2000” ein. Alles harmlose und einigermaßen anständige Spiele, für die Augen und Ohren eines Kindes auf jeden Fall unbedenklich. “Alone in the Dark 3″ wiederum ist für die blühende Fantasie eines nicht einmal zehnjährigen Kindes dann doch schon etwas härter.

Wie ging es los? Als mein Bruder damals mit mir das dritte Abenteuer mit Privatdetektiv Edward Carnby gespielt hat, war ich fasziniert und beängstigt. Seitdem läuft mir beim Klang von Maultrommeln immer ein Schauer über den Rücken. Selbst gespielt habe ich damals nur wenig, dafür aber in den darauffolgenden Jahren umso mehr. Nicht nur Teil 3, auch die anderen Ableger der Reihe habe ich angespielt und hatte jedes mal wieder Angst vor den abstrakten 3D-Modellen der frühen 90er.
Das erste Alone in the Dark wurde vom Franzosen Frédérick Raynal ersponnen und von Infogrames entwickelt. Das war die Firma mit dem Gürteltier als Logo, für alle, die sich nicht mehr erinnern. Damit schuf Raynal das Genre der Survival-Horror Spiele, auch wenn oft Resident Evil von 1996 als Genreschöpfer genannt wird. Das Spiel war ein Erfolg, zwei Nachfolger machten Carnbys Investigation zur Trilogie.

Was ich geliebt habe: Die Atmosphäre! “Alone in the Dark 3″ verstand sich darauf, eine glaubhafte Gruselgeschichte zu erzählen und durch den Nutzen von Kameraperspektiven, Musik und Soundeffekten echten Horror zu erzeugen. Als ich das Spiel für das NostalGIGA erneut gespielt habe, habe ich mich immer noch mehr gegruselt als bei den letzten drei “Resident Evil”- und “Silent Hill”-Ablegern zusammen. Auch wenn das teilweise an der gruselig-hässlichen 3D-Grafik liegt.

Was ich gehasst habe: Die Steuerung. Es ist schon eine Zumutung, jedes mal ins Inventar zu müssen, um seine Aktion auszuwählen. Ihr wollt etwas untersuchen? Ins Inventar! Ihr wollt kämpfen? Ins Inventar! Ihr wollt etwas verschieben? Ins Inventar! Das war nervig.

Das Erbe: “Alone in the Dark – The New Nightmare” schickte Edward Carnby 2001 in die Moderne. Eine wirre Geschichte, blöde Charaktere und mittelmäßiges Gamedesign ließen diesen “neuen Albtraum” aber schnell in Vergessenheit geraten. Schlimmer noch war dann das Reboot Alone in the Dark von 2008, das in einem technisch desaströsen Zustand auf den Markt geschmissen wurde.

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