Twilight von A bis Z/ Teil 1 - 26 Argumente gegen kreischende Teenies

Martin Beck
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Mit jedem neuen “Twilight”-Film klafft die argumentative Schlucht weiter auseinander: Für die einen ist “Twilight” eine romantische Bastion porentiefer Teenager-Gefühle, wohingegen Menschen mit einem Leben hier die weicheiige Hölle auf Erden erleiden. Bella und Edward sind das absolute Traumpaar für jede Voodoo-Hexe und sorgen auch in “Breaking Dawn”/ Teil 1 für rote Popos und durchgeheulte Tempo-Berge.

Twilight von A bis Z/ Teil 1 - 26 Argumente gegen kreischende Teenies

“Twilight” ist wie ein Tornado, der sich über die Häupter blumenpflückender Filmfans senkt. Sobald der Sturm des Vorspanns einsetzt, dekliniert man aufgebracht das A bis Z des puren Hasses. Nach vier katastrophalen Filmen am Stück ist die Geduld so weit strapaziert, dass sich selbst für X oder Z passende Überschriften finden. Bella und Edward sind der Inbegriff für Groschenromantik, verzweifelte Lachanfälle und exzessive Haarspray-Sünden. Poesie steht hier für das zittrige Suchen nach dem Schlüssel von Papas Waffenschrank: “Du bist so warm, du bist wie deine eigene Sonne”.

A…wie Action
In den “Twilight”-Filmen wird vorwiegend geredet, umarmt und versteinert dreingeblickt, doch am Ende darf es auch ein bisschen rauchen – so lange nur niemand davon Herzrasen bekommt. Die finalen Höhepunkte wirken bei allen Filmen wie drangepappt, wackeln ein wenig mit der Kamera herum und kommen nie in die Verlegenheit, den zuvor zelebrierten Schlummerschlaf in irgendeiner Weise zu beenden. Wer mehr Puder auf der Nase hat als eine durchschnittliche Catwalk-Trulla, sollte die Fäuste nur dann ballen, wenn der knuffige Handtaschen-Pudel mal wieder in den begehbaren Kleiderschrank gestrullt hat.


B…wie Bella
Kristen Stewart ist schon eine schicke Schnecke, doch unter der Magerquark-Fassade schlummert leider eine manipulative Stalkerin, die sich Edward bedinungslos ausliefert, den brünftigen Jacob mit miesen Balz-Fallen abstraft und für Liebeskummer beifallheischende Selbstmordaktionen bereit hält. Bella, die große Sympathiefigur. Wer mit solchen Eigenschaften eine anhimmelnde Vorbildfunktion ausüben kann, wird über früher oder später die Abschaffung der facebook-Freundeslisten auf dem Gewissen haben.


C…wie Calvin Klein
Der gemeine Vampir: Ein metrosexueller Dandy-Hengst mit top-gestylten Klamotten, die stets perfekt zur Haarfarbe passen und selbst Baseball-Spiele zu einer schwelgerischen Modestrecke machen. Forks scheint das Epizentrum pulsierender Schneiderkunst zu sein, selbst wenn die Hemden-Branche durch die Werwolf-Population schwere Umsatzeinbußen hinnehmen muss.


D…Dreier, flotter
Dass “” mehr Lacher als die meisten Komödien hervorruft, ist zu einem guten Teil der herrlichen Zeltszene zu verdanken, in der Bella, Edward und Jacob einen tief romantischen Dreier schieben. Die leichenblasse Bella zittert, Jacob reißt sich schon wieder das Hemd von der Brust und Edward bleibt nichts anderes übrig, als sein beömmeltes Spargelgerippe ganz nach hinten zu schieben. Jacob ist einfach zu HEIß für seinen Widersacher, nur er schafft es, mittels potenter Werwolf-Gene die Brustwarzen von Bella wieder zum Bummern zu bringen.

E…wie Edward
Edward ist ein leichenblasses Drogenwrack, der es trotzdem schafft, einem Mädel innige Liebesbekundungen zu entlocken – basierend auf einem eisigen Röntgenblick irgendwo zwischen “ich muss gleich kotzen” und “hoffentlich kommt heute die neue Peitschen-Kollektion!” Dass dieses süße Hänflein bereits 180 Jahre auf dem Buckel hat, mag man eigentlich kaum glauben, zumal sein Gestus eher an einen pubertierenden Teenager erinnert. Der Peter Pan aller Emo-Hausfrauen: für immer Highschool, für immer Klassenkeile unter der Gemeinschaftsdusche.


F…wie Federn
Mit Sex und “Twilight” ist das ja so eine Sache, doch in “Breaking Dawn” ist es nun endlich soweit: Edward darf Bella begatten, und zwar auf eine so inbrünstige, tiefe und hemmungslos geile Weise, dass das dem schamlosen Treiben zugrunde liegende Kopfkissen dem Druck nicht standhalten kann. Gleich dem seit Jahrzehnten aufgestauten Sperma Edwards raucht beim Orgasmus das Kopfkissen ab und beschert einen zeitlupigen Federregen aus purer Liebe. Hach, was kann Sex doch für eine tiefe Erfahrung sein – aber natürlich nur, wenn man sich bis zur Besinnungslosigkeit aufspart!

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