Mike Morhaime, der Mann hinter Blizzard - Planen die Kalifornier ein viertes Franchise?

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(flo) Im Interview auf den World Wide Invitationals ließ der CEO und Mitbegründer einer der erfolgreichsten Spieleschmieden der letzten Jahre fast unbemerkt einen Satz fallen, der bei den Fans von Diablo, StarCraft und WarCraft für mehr als nur ein bisschen Gänsehaut sorgen sollte: Sicherlich denken wir bei Blizzard über ein viertes Franchise nach und ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte – etwas Konkretes kann ich aber nicht dazu sagen.

Mike Morhaime, der Mann hinter Blizzard - Planen die Kalifornier ein viertes Franchise?

Dieser Satz lässt die Spielercommunity aufhorchen, schließlich sind doch alle drei Universen aus der Feder der Blizzard-Schreiberlinge einzigartig in der scheinbar unüberschaubaren Welt der Computerspiele. Millionenfach verkauften sich alle Titel der drei großen Reihen der kalifornischen Entwickler bisher und auch die neusten, noch in der Entwicklung befindlichen Sequels StarCraft 2 und Diablo 3 gehören zu den meisterwarteten Titeln der kommenden zwei Jahre.

Doch alles der Reihe nach: wie begann die Erfolgsstory des inzwischen milliardenschweren Entwicklers und Geschäftsmanns aus dem sonnigsten Staat Amerikas eigentlich? Morhaime wurde 1966 geboren, doch mehr Informationen über seine Herkunft geben weder Blizzard noch die unendlichen Weiten des Internets her. Die Biographie des Michael Morhaime scheint ebenfalls unter die Firmen-Philosophie zu fallen, wie die Erscheinungsdaten der Blizzard-Titel. Frei nach dem Sinne ‘it´s done when i´ts done’ gilt für die Hintergründe Morhaimes Lebens ‘it´s known what is known’ – und das ist nicht viel.

1966 geboren, besuchte Michael Morhaime die Highschool im kleinen Ort Granada Hills, bevor er sich an einer der renommiertesten Universitäten der Welt einschrieb, der University of California, Los Angeles, UCLA. Neben seinem Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik trat er zu dieser Zeit auch der ‘Triangle Fraternity’bei, einer elitären Verbindung, bei der er auch heute noch als ‘notable Alummni’ jungem Entwicklernachswuchs beratend zur Seite steht.

Nach seinem Studium gründete der unauffällige, stille Morhaime zusammen mit Allen Adham und Frank Pierce Silicon & Synapse. Die drei sind auch heute noch als die Co-Founder of Blizzard Entertainment bekannt.

Nach einer Reihe von finanziellen Rückschlägen und allenfalls semi-erfolgreichen Titeln begann der bis heute unerreichbar gebliebene Aufstieg des Imperiums Blizzard und des Mannes an der Spitze – Mike Morhaime: Warcraft – Orcs & Humans sorgte 1994 für einen Weckruf unter Spielern und Entwicklern gleichermaßen. Von der Fachpresse gefeiert, hatte das Team um die drei ein Echtzeitstrategie-Spiel entwickelt, dass die seit ‘Dune, Planet of Sands’ auf ein neues Spiel dieses Genres wartenden Spieler mehr als überzeugte. Die Story um die noble Allianz, die sich gegen die wilde Horde der Orcs zu behaupten versuchte, fand reißenden Anklang bei PC-Spielern und weltweit wurden Basen gebaut, Peons zum Arbeiten geschickt und gegnerische Stützpunkte dem Erdboden gleich gemacht.

Der große Erfolg schrie nach einer Fortsetzung und Blizzardbaute eine – nur ein Jahr später folgte das überarbeitete Warcraft II, Tides of Darmness mit der wieder ein Jahr darauf folgenden Erweiterung ‘Beyond the Dark Portal’. Kluge Strategien des Geschäftsmannes Morhaime schwemmten den nächsten Erfolgstitel in die Studios. Die Kalifornier, inzwischen liquide, kauften ein unbekanntes Entwicklerteam auf, welches an einem Echtzeit-Action-Roleplaying-Game arbeitete. In Blizzard North unbenannt, warf das Team Diablo auf den Markt, ein fast nach größerer Erfolg als die WarCraft-Reihe war geboren.

Als dann auch noch StarCraft und die Nachfolger der ersten beiden Franchises einschlugen wie Bomben und regelmäßig mit über 90%-Wertungen weltweit bedacht wurden, führte kein Weg mehr am Branchenriesen Blizzard Entertainment vorbei. All die Jahre mit Mike Morhaime an der Spitze, hatten die kalifornischen Entwickler das geschafft, was sie immer wollten – Spiele programmieren, die nicht nur den Spielern rund um den Globus faszinierten, sondern auch die Entwickler selbst.

Zu einem der finanzstärksten Firmen im Spielesektor wurden die Kalifornier nicht zuletzt durch die Fusion mit dem Großkonzern Vivendi; auch der Titel World of Warcraft aus dem Jahr 2004 tut seitdem sein Übrigens. Monatlich spült der Goldesel WoW weit über 150 Millionen US-Dollar in die Kassen von Blizzard.

Der inzwischen 42jährige leitet nicht nur einen der einflussreichsten Spiele-Giganten der Welt, er wirkt auch an fast jedem Spiel, das auf den Markt kommt, aktiv mit. Er programmiert, leiht Charakteren seine Stimme und sorgt als Bassist der hauseigenen Hardrockband ‘Level 80 Elite Tauren Chieftain’ sogar für Präsenz in den Amerikanischen Charts. Das klingt nach wenig Freizeit, doch auch für ein Hobby neben WoW bleibt Platz im Leben des Michael Morhaime.

Außer der Musik scheint es ihm das Poker-Spielen angetan zu haben, so sieht man ihn immer wieder auf Turnieren, nicht nur bei Prominenten-Veranstaltungen wie dem DICE’s Celebrity Poker Tournament, bei dem er 2006 den zweiten Platz belegte.

Inzwischen wird es für den charismatischen Morhaime und seine Firma immer schwieriger, sein Leben unter Verschluss zu halten, zu groß wird die Aufmerksamkeit, die solch einem Geschäftsmann entgegengebracht wird. Morhaime wurde nicht nur von der Academy of Interactive Arts & Science mit dem Interactive Achievement Award ausgezeichnet, sondern darf sich seit dem vergangen Jahr auch stolzer Besitzer eines Emmy-Awards nennen. In der Kategeorie ‘Technology & Engeneering’ ist er damit einer von nur drei Entwicklern wetlweit, die die geflügelte Dame auf dem Kaminsims platzieren durften.

Wen CNN in die Liste der 50 einflussreichsten Männer des Internets wählt, wer 1,8 Milliarden US-Dollar auf seinem Sparkonto verwaltet und in der Forbes-Liste der reichsten Männer der Welt geführt wird und doch eigentlich nur spielen will ist ein Mann genau nach unserem Geschmack! Und solange Michael Morhaime weiter die virtuellen Zügel bei Blizzard Entertainment in seinem Fingern hält, wird mir auch nicht Bange vor einem vierten Franchise der Kalifornier – im Gegenteil, ich freue mich, weil ich weiß, dass die Kalifornier solange dran herumtüfteln werden, bis das Spiel auch unsere Gaming Legend Michael Morhaime tage- ja wochenlang fasziniert.

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