Adobe Creative Suite 5.5: Fokus auf mobile Geräte

Sebastian Trepesch
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In ein paar Wochen kommen die neuen Versionen der Creative Suite 5.5*, unter anderem mit Adobe Photoshop, Premiere und InDesign. Hersteller Adobe Systems will es damit Entwicklern ermöglichen, den boomenden Markt der Smartphones und Tablet-Geräte zu bedienen. Apples iPhone, iPad und iPod touch finden in CS 5.5 natürlich Berücksichtigung, aber auch auf Flash setzt Adobe weiterhin.

Bereits Ende Januar wurde eine derartige CS 5.5 für Entwickler vermutet. Adobe Systems hat heute die Creative Suite 5.5-Produktfamilie vorgestellt. „Creative Suite 5.5 wird die Entwicklung von digitalen Erlebnissen auf nahezu allen Geräten vorantreiben, dazu gehören auch alle bekannten Smartphones und Tablet-PCs“, so Shantanu Narayen, President und Chief Executive Officer bei Adobe. “Im Zuge des Wandels in der mobilen Kommunikation verändert sich die Art und Weise, wie Inhalte verbreitet und konsumiert werden”, erklärt das Unternehmen die Ausrichtung auf Smartphones und Tablet-Geräte. Es will für die Verlagshäuser, Medienunternehmen, Werbetreibende und Konzerne die technologischen Innovationen bei der Erstellung, Verwaltung, Analyse und Verbreitung Unterstützung leisten.

Konkret sieht das so aus: Neue HTML5-, aber auch weiterhin Flash-Werkzeuge integrierte der Entwickler in das Softwarepaket, die eine bildschirmübergreifende Erstellung, Verbreitung und Vermarktung von Inhalten und Applikationen ermöglichen sollen. Laut Hersteller sei es damit möglich, Anwendungen, unter anderem für Geräte mit dem Betriebssystem iOS (iPhone, iPad und iPod touch), desweiteren Android und auch BlackBerry Tablet OS, zu produzieren. Browser-basierter Rich Content könne in HTML5 für alle Bildschirme sowie Video-Inhalte, Spiele und Rich Internet Applikationen für die Wiedergabe via Flash Player erstellt werden. Dafür stehen die Softwarebestandteile Adobe Flash Builder 4.5 und Flex 4.5 Framework zur Verfügung. Die neuen Entwickler-Funktionen darin sind dazu gedacht, Einzel-Anwendungen für mobile Endgeräte auf Basis von Adobe AIR 2.6 zu erstellen. Neben Apples AppStore und Google Marketplace können mobile Apps ab sofort auch im Amazon Appstore für Android angeboten werden.

Für digitales Publishing, der Erstellung von Zeitschriften für Tablets wie das iPad, gibt es in InDesign CS 5.5 Folio Producer-Werkzeuge. Damit können interaktive Elemente Tablet-optimiert in Seitenlayouts integriert werden: Video- und Audioinhalte, 360-Grad-Ansichten, Zoom-Optionen für Bilder, HTML5-Inhalte, um nur einige der Möglichkeiten zu nennen.

Die Arbeitsabläufe der Produzenten müssen nicht ausschließlich auf dem Desktop-Rechner ablaufen, sondern können iOS-, Android- und BlackBerry-Geräte einbeziehen. Adobe formuliert die Funktion noch relativ schwammig: Eine neue Scripting Engine in Adobe Photoshop sowie die Erweiterung des Photoshop Software Development Kit (SDK) unterstützen Entwickler bei der Erstellung von Applikationen für Tablet-PCs. Die drei neuen iPad-Apps Adobe Color Lava for Photoshop, Adobe Eazel for Photoshop und Adobe Nav for Photoshop erlauben es, “die aus Photoshop vertrauten Workflows auch in Zusammenarbeit mit mobilen Endgeräten zu bedienen”, so der Hersteller. Im letzten Jahr stellte Adobe eine Werkzeugpalette für das iPad v0r, die als Touchscreen-Anbindung für den Desktop-Photoshop fungieren sollte, und sammelte dazu Feedback potentieller Kunden. Für eigenständige iPad-Anwendungen gab das Unternehmen erst vor einigen Tagen eine Vorschau. Ein Veröffentlichungstermin ist allerdings noch nicht bekannt.

In CS 5.5 setzt Adobe auch weiterhin auf Flash, welches auf Apples iOS-Geräten nicht (nativ) angezeigt wird. Die “Endgeräte mit Flash-Unterstützung nehmen zu”, begründet das Unternehmen diesen Schritt, “über 131 Millionen Smartphones werden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres mit dem Flash Player ausgestattet sein.” Adobe lag in der Vergangenheit mit Apple im Clinch, da das iPhone Flash nicht anzeigt. Flash Catalyst CS5.5 verfügt über eine neue Roundtrip-Funktion mit Flash Builder 4.5, die Designern und Entwicklern ermöglicht, parallel an Projekten zu arbeiten.

Allgemein soll die Creative Suite 5.5 erhebliche Performance-Steigerungen, verbesserte Workflows und kreative Innovationen bieten. Das Zwischenrelease stellt – wie es die neue Produktstrategie von Adobe vorsieht – jedoch keine umfassende Aktualisierung aller Bestandteile dar.

Das Komplettpaket der Softwaresuite, Adobe Creative Suite 5.5 Master Collection, enthält  als wichtigste Bestandteile Photoshop, Illustrator, InDesign, Acrobat, Flash Builder, Flash Catalyst, Flash Professional, Dreamweaver, Adobe Premiere Pro und After Effects. Diese Bestandteile sind auch einzeln oder als kleinere Pakete innerhalb der fünf Editionen der Creative Suite (Creative Suite 5.5 Design Premium, Creative Suite 5.5 Web Premium, Creative Suite 5.5 Production Premium und Creative Suite 5.5 Design Standard) ab Mitte Mai erhältlich. Die Master Collection gibt es ab 3.687,81 Euro* inklusive Mehrwertsteuer, das Upgrade ist ab 712,81 Euro* zu bekommen. Ein neues Abo-Modell ermöglicht es, die Suite oder nur Bestandteile monatlich zu mieten.

Weitere Themen: Creative Suite für Mac, Adobe Photoshop, Adobe Reader 11, Adobe Acrobat Reader DC, Photoshop CS2, Adobe Photoshop Lightroom CC, Adobe Photoshop Elements, Adobe Reader für Mac, Adobe Photoshop Elements 11, Adobe

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