Adobe präsentiert Creative Cloud und sechs neue iPad-Apps

Flavio Trillo

In den Wolken liegt die Zukunft, denkt sich auch Adobe und präsentiert auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz MAX ein ganzes Bündel von Cloud-Anwendungen und Diensten. Sechs neue Tablet-Anwendungen für Android- und iOS-Geräte sollen den Kreativen unter uns Werkzeuge in die Hand geben, mit denen sie präsentieren, bearbeiten und vorbereiten können.

Die aktuell verfügbaren Adobe-Apps fürs iPad, wie etwa Adobe Eazel*, Color Lava* und Nav* verbinden die Tablet-Computer mit den Desktop-Versionen von Photoshop. Mit den neuen Tools geht der Hersteller noch einen Schritt weiter und verbindet den Anwender mit einem Cloud-Speicher für Adobe-Dateien.

Adobe Creative Cloud erweitert die Funktionen des vor einigen Wochen präsentierten Carousel unter anderem um Verbindungen zu den Tablet-Apps. Die “Initiative des Unternehmens, welche die Erstellung von Inhalten völlig neu erfinden wird”, so die Entwickler, sei das Verbindungsglied zwischen Desktop- und Tablet-Anwendungen sowie den Anwendern untereinander.

Adobe Photoshop Touch bietet digitale Bildbearbeitung mit einigen Kernfunktionen der Desktop-Variante des Programms, selbstverständlich auf Touch-Bedienung zugeschnitten. Ebenen, Effekte und diverse Bearbeitungs-Funktionen werden durch die Möglichkeit ergänzt, Werke mit anderen zu Teilen und auf Dateien in der Adobe Creative Cloud zuzugreifen.

Adobe Collage tut genau das, was der Name suggeriert: Es erlaubt, aus mehreren verschiedenen Dateien, Bildern oder Texten zusammengestellte Collagen zu bauen. Zudem können mithilfe einiger grundlegender Zeichen- und Textwerkzeuge Anmerkungen und Markierungen hinzugefügt werden. Mit Adobe Debut lassen sich Entwürfe und Designs präsentieren – auch hier sind Werkzeuge für Notizen vorgesehen.

Für die fixe Idee zwischendurch ist Adobe Ideas* bereits seit einiger Zeit für iPad und iPhone verfügbar. Mit dem Finger oder einem Stylus-Stift kann der Anwender hiermit Vektor-Grafiken erstellen, die entweder auf “weißem Papier” oder anhand von Tablet-kompatiblen Versionen vorhandener Dateien entstehen. Farben erkennt Adobe Kuler und erstellt automatisch Paletten aufgrund von Fotos oder Grafiken. Diese können der Gemeinschaft via Creative Cloud zur Verfügung gestellt und dort auch abgerufen werden. Kommentar- und Bewertungsfunktionen sollen das Engagement innerhalb der Gemeinschaft fördern.

Wer Webseiten oder Apps plant, braucht oft erst einmal ein grobes Gerüst, an dem sich das spätere Design orientiert. Dies soll Adobe Proto leisten, das letzte Tool in der jüngst vorgestellten Reihe von Neuerscheinungen. Interaktive Rahmenmodelle und Prototypen können in der App erstellt und später als HTML, CSS und JavaScript exportiert werden.

Zu Preisen und Verfügbarkeit der Lösungen wollte Adobe sich noch nicht äußern. Im November dieses Jahres soll es weitere Detailinformationen zur Adobe Creative Cloud geben, mit einer iOS-Version der hier genannten Apps sei jedoch erst im kommenden Jahr zu rechnen. Zunächst werden die Programme ab November 2011 für 9,99 US-Dollar pro Stück für Android-Tablets verfügbar sein.

Weitere Themen: Apps, iPad, Adobe Photoshop, Adobe Reader 11, Adobe Acrobat Reader DC, Photoshop CS2, Adobe Photoshop Lightroom CC, Adobe Photoshop Elements, Adobe Reader für Mac, Adobe

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