Der Amazon Echo und die Sprachassistentin Alexa waren bisher komplett werbefrei. Das soll sich bei einigen Funktionen aber bald ändern. Amazon ist bereits in Gesprächen mit Unternehmen. Das erwartet uns.

Alexa wird zur Werbeschleuder: Darauf müssen wir uns gefasst machen

Bisher gab es auf den Echo-Geräten keine Werbung. Das US-Nachrichtenmagain CNBC berichtet nun, dass der Versandriese in Gesprächen mit großen Unternehmen sei, um Werbung auf Alexa zu bringen. Konkret geht es vorerst aber nur um die Shopping-Funktion der Echo-Geräte.

Der Plan von Amazon ist, dass sich Unternehmen in die Suchergebnisse einkaufen: Wer über sein Echo-Gerät ein Produkt im Online-Shop bestellt, wählt fast immer das Erste aus. Das Produkt ganz oben in der Liste wird gekauft. Sucht man also nach Zahnpasta, würde die Marke ganz oben landen, die am meisten an Amazon bezahlt hat.

Eine Übersicht und Kaufberatung zu den aktuellen Echo-Geräten, seht ihr in der Bilderstrecke:

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Amazon Echo, Plus, Dot oder Show? Dieser smarte Lautsprecher passt zu dir (Kaufberatung)

Amazon Echo: Platz 1 in der Suche noch wichtiger

Anders als im Browser ist es beim Einkaufen über Alexa für die Unternehmen noch wichtiger, auf dem ersten Platz bei den Suchergebnissen zu sein. Auf dem PC oder Tablet sieht man gleich mehrere Produkte und kann sich einfach durchscrollen. Das ist ohne Display über einen Sprachassistenten deutlich aufwendiger für den Nutzer. Amazon testet auch noch ein weiteres Werbemodell, bei dem Vorschläge für ein weiteres Produkt der gleichen Marke beim Kauf genannt werden.

Eine große Überraschung ist die Ankündigung von Werbung allerdings nicht. Mit den Geräten selbst macht Amazon keinen großen Gewinn und möchte die riesige Reichweite jetzt vermarken. Im Sommer 2017 hatte Amazon jegliche Werbung auf den Echo-Geräten untersagt. Die Kunden freute das, die Entwickler und Programmierer der Skills nicht, denn sie können kein Geld mit den kleinen Erweiterungen verdienen.

Wie sich die zweite Generation des Amazon Echo im Test schlägt, erfahrt ihr im Video:

Amazon Echo 2 im Test
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Werbung im Amazon Echo: Nicht übertreiben

Warum Amazon bisher jegliche Werbung untersagte, wird jetzt deutlich. Vermutlich wollte das Unternehmen nicht nur die Nutzer schonen, sondern sich in diesem Feld selbst alle Möglichkeiten und Werbeplätze offenhalten. Noch experimentiert Amazon – sie dürfen es allerdings nicht übertreiben, denn die Nutzer sehen schon die aktuellen Pläne überwiegend negativ: „Wenn sich Werbung im Smarthome-Bereich etabliert, fliegt das Ding in die Tonne“, heißt es in einem Kommentar. Eine andere Stimme schlägt vor, ähnlich wie beim Kindle und Fire eine Gebühr einzuführen, um das Gerät werbefrei nutzen zu können.

Quelle: CNBC, via mobiFlip

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