Schon heute liegen CPU und GPU nicht nur physisch enger beieinander als noch vor einigen Jahren. Mit Technologien wie der Schnittstelle OpenCL lässt sich der Grafikprozessor beispielsweise auch für herkömmliche, also nicht grafikspezifische Aufgaben einsetzen, um den Hauptprozessor zu entlasten. Allerdings muss Software diese Schnittstelle auch explizit nutzen und so diverse Aufgaben der GPU zuweisen.
Genau diese Trennung will zumindest AMD in den nächsten zwei Jahren überwinden. Die neuen “Fusion”-Chips, deren Prozessoren AMD als “heterogene Kerne” bezeichnet, sollen Aufgaben automatisiert der CPU oder GPU zuweisen. Der “dynamische Kontext-Wechsel” soll nicht nur die Leistungsfähigkeit der Chips erhöhen. Gleichzeitig sollen sie auch deutlich stromsparender arbeiten.
Die Entwicklung will AMD bis ins Jahr 2014 abschließen, 2015 sollen dann die “komplett fusionierten” Chips erhältlich sein. Sollte die Technologie tatsächlich die versprochenen Vorteile bringen, könnten andere Chip-Hersteller AMD auf diesem Weg folgen.
