AMD Trinity: Erste Benchmarks vom Topmodell A10

Matthias Schleif
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Fast hätte man den Eindruck bekommen können, es wird langsam still um AMDs Fortschritte bei der von ihnen entwickelten APU-Technologie, da kommen doch wieder Neuigkeiten um die Ecke. Die analog zu Intels Ultrabook-Plattform entworfene Trinity-Serie scheint langsam marktreif zu sein, denn es sind erste Benchmarkergebnisse aufgetaucht.

AMD Trinity: Erste Benchmarks vom Topmodell A10

Mit den Llano-Prozessoren hat AMD ja gezeigt, dass sie die Zusammenführung von CPU und GPU auf einem Chip (system-on-chip) schon ganz gut beherrschen. Auf den Trinity-SoC sollen aber zusätzlich einige Elemente von South- und/oder Northbridge untergebracht sein, was die Verzögerung begründen könnte.

Wie dem auch sei sind nun einige Benchmarks des Topmodells A10-5800K aufgetaucht, die wir euch natürlich 

nicht vorenthalten wollen. Vor allem im Vergleich zu seinem “kleinen Bruder” aus der Llano-Reihe, dem A8-3850, bringt das Trinity-System etwa 10 Prozent mehr Leistung bei prozessorlastigen Aufgaben. Noch deutlich besser fällt dagegen das Urteil im grafischen Bereich aus: mit 50 bis 60% mehr Leistung könne man hier rechnen, zitiert 3dcenter.org eine chinesische Website. Im Einzelnen stehen 3814 Punkte der Llano APU im 3DMark06-CPU-Test gegen 4304 der Trinity. In den zwei GPU-Tests von 3DMark06 stehen dann 2139/2552 Llano-Punkte gegen satte 3285/4067 Trinity-Punkte, was schon einen ganz guten Eindruck von der Leistungsfähigkeit hinterlässt.

Je nach Aufgabe hat sich besonders der Vorteil im Bereich der Prozessorleistungen teils noch weiter einschränken lassen. Ein Hinweis darauf, dass die Mehrleistung in diesem Bereich wesentlich mit der erhöhten Taktfrequenz erkauft wurde, die mit 3,8 GHz (Turbo 4,2 GHz) gut ein Gigahertz schneller schlägt, als das A8-Modell. Auch bei den FX-Prozessoren mit denselben Piledriver-Prozessorkernen (im Gegensatz zu K10-Kernen in den Llano-SoCs) ginge eine ordentliche Leistungssteigerung voraussichtlich mit einem kräftigen Sprung in der “Drehzahl” einher, merken die Kollegen noch an.

Meiner Erfahrung nach wirkt sich die Schwäche der CPU mit den Llano-Plattformen A4 und A8 am meisten beim Starten des Systems und von Programmen aus. Da auch einfaches Webbrowsing bereits ein gewisses Maß an Rendering-Fähigkeiten benötigt, wirkt sich die Power der GPU aber überwiegender positiv aus, als sich die CPU-Schwäche negativ auswirkt. Wem das nicht genügt, dem wird AMD bestimmt wieder versuchen, die Systeme über den Preis schmackhaft zu machen.

Weitere Themen: AMD Trinity, AMD Catalyst Software Suite, AMD

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