Erstes AMD Ultrathinbook wird von ASUS kommen

Matthias Schleif

Seit Mitte letzten Jahres steht nun die Kampfansage von AMDs CEO Thomas Seiffert im Raum, auf Ebene der Ultrabooks eine eigene Serie in den Handel zu bringen, mit der dem Konkurrenten Intel Paroli geboten werden kann. Nun hat ASUS als erster Hersteller angekündigt, ein Modell der neuen AMD Ultrathin-Series sehr bald an seine Händler weltweit liefern zu können.

Erstes AMD Ultrathinbook wird von ASUS kommen

Mit dem Notebook mit der ziemlich unsexy klingenden Bezeichnung U82U scheint ASUS mal wieder ein ziemlich schniekes Gerät entworfen zu haben, wie es auch schon viele andere Modelle aus der U-Serie* waren/sind. Ähnlich den Beschränkungen durch Intel fǘr die Ultrabooks oder – vor längerem bei den Netbooks – vergibt auch AMD das Label “ultrathin AMD” nur unter bestimmten Voraussetzungen. Hierzu gehören unter anderem ein Höchstwert von nicht mehr als 18 Watt TDP, der schon nicht so einfach zu erreichen sein dürfte, wenn man den Kunden auch etwas Leistung bieten möchte.

Vielleicht liegt in dieser TDP-Grenze ja sogar die Begründung, dass die ursprünglich für die “Ultraattacke” auf Intel geplanten Trinity SoC-Plattformen noch nicht zum Einsatz kommen. “Noch” handelt es sich bei AMDs Ultrathin-Notebooks um Modelle mit Fusion APUs der E450-Reihe, die zwar nicht schlecht sind, aber eher besserem Netbookstandard entsprechen,was man Käufern größerer Notebooks nur ungern zumutet. Sicher, die Fusion E450-Plattform kann schon mit DirectX11-Befehlen umgehen – oder lässt sich zumindest nicht davon verwirren – und ist auch gar nicht unbeliebt bei Kunden. Speziell im grafischen Bereich konnte das System aufgrund des Radeon HD6320-Grafikchips Punkte sammeln, die Intel mit der verbauten HD3000 in vielen Notebooks nicht wieder zurück holen konnte. Dennoch liegt der Prozessortakt bei niedrigen 1,6GHz, wenn auch in zwei CPU-Kernen, und stellt somit an sich schon eine Grenze nach oben dar.

Bei allen Konkurrenzdenken muss man sich natürlich aber auch unterscheiden, um erkennbar zu bleiben. Die Idee von ASUS daher auf eine Displaygröße von 14 Zoll zu setzen, kann man gut finden, oder nicht, sie dient aber wohl dem vorgenannten Zweck. Etwas weniger “speziell” sind HDMI-Ausgang, 3 USB-Ports (1xUSB2, 2xUSB3.0) und 500GB Festplatte. Das Gewicht soll bei 1,8 Kilogramm liegen, was dem der Ultrabooks entsprechen würde, und der Akku soll 8 Zellen aufweisen. Mehr hat ASUS auf seiner Facebook-Taiwan Fangruppe noch nicht heraus gelassen. Lediglich den anvisierten Preispunkt von ungefähr 600,- US-Dollar haben die Kollegen von der ComputerBase noch heraus bekommen können.

Insgesamt ist also zu erwarten, dass AMD seine Trinity-Modelle noch einmal zeitlich nach hinten schiebt, vor allem wenn sich die hier vorgestellten Fusion-Modelle gut verkaufen. Da weiß man ausnahmsweise mal gar nicht, ob man ihnen nun wirklich noch “viel Erfolg” wünschen soll.

Weitere Themen: AMD Catalyst Software Suite, AMD Trinity, AMD

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