AMD Crimson: Wichtigste Infos zum neuen AMD-Treiber im Überblick

Selim Baykara
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AMD Crimson nennt sich das neue Treiberpaket für Grafikkarten der Firma AMD. AMD Crimson verspricht schnellere Ladezeiten, effizientere Ausnutzung der Hardware und eine überarbeitete Benutzeroberfläche. AMD Crimson ersetzt damit das bisherige Catalyst Control Center. Alle wichtigen Infos zu AMD Crimson lest ihr im folgenden Artikel.

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AMD Crimson – überarbeiteter Treiber, neue Benutzeroberfläche

Als AMD vor einiger Zeit die Omega-Treiber für seine Radeon-Grafikkarten veröffentlichte waren viele Nutzer eher wenig begeistert, dass AMD an der ungeliebten Catalyst Software Suite festhielt. Mit AMD Crimson ist das jetzt endgültig Geschichte: Der überarbeitete Radeon-Treiber bringt nicht nur verschiedene neue Funktionen, sondern eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche. Wer im Catalyst Control Center schon einmal verzweifelt nach einzelnen Funktionen gesucht hat, darf aufatmen. Die neue Benutzeroberfläche ist durchweg übersichtlich gestaltet, auch der Start funktioniert besser.

AMD Crimson – Wichtigste Neuerungen im Überblick

Laut AMD soll bei AMD Crimson zudem die Stabilität deutlich besser sein – darüber dürften sich vor allem die zahlreichen Nutzer freuen, die in der Vergangenheit nach Treiber-Updates Probleme beim Aufrufen des Catalyst Control Centers hatten. Neben der neuen aufgeräumten Benutzeroberfläche bietet AMD Crimson zudem verschiedene neue Features. Hier die wichtigsten Neuerungen von AMD Crimson im Überblick:

  • Verringertes Pre-Render-Limit: AMD hat die Begrenzung für alle Spiele von 3 auf 1 Frame gesenkt. Die Funktion legt fest, wie viele Bilder die CPU für die Grafikkarte vorbereiten darf – je weniger, desto geringer ist die Eingabelatenz.
  • Verbesserte Bildqualität für 1080p-Inhalte, die auf 4k-Auflösung hochskaliert werden.
  • Überarbeiteter Algorithmus zur Darstellung dynamischer Kontraste.
  • Begrenzung der Bildrate (Frame Rate Target Control, FRTC) nicht mehr nur für DirectX 10, sondern auch für DX9-Spiele, z.B. Fallout 4.
  • Optimierung des Energieverbrauchs.
  • FreeSync unterstützt jetzt Frame Doubling und verhindert Mikro-Ruckler auch unterhalb der minimalen Wiedergabe-Rate.

Die Einstellungen für Spiele könnt ihr im Spiele-Manager jeweils für die einzelnen Spiele oder global für alle Anwendungen vornehmen. AMD Crimson bietet zudem spezielle Profile für die Wiedergabe von Video-Inhalten, z.B. Filmen. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen Standard, Cinema Classic, Verbessert, Heimvideo, Outdoor, Sport und Leuchtend.

AMD Crimson soll Verbesserungen mit DirectX 12 bringen

AMD verspricht mit der Crimson Edition außerdem eine bessere Leistung in verschiedenen DirectX-12-Spielen, z.B. in dem (bislang) nicht veröffentlichten Fable Legends. Die Geschwindigkeit soll auch in Ashes of the Singularity steigen, einem der wenigen derzeit erhältlichen Spiele, die dezidiert auf DirectX 12 ausgelegt sind. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob AMD diesen Ankündigungen auch Taten folgen lässt. Vermutlich dürfte das aber noch eine Weile dauern, da DirectX 12 sich erst noch durchsetzen muss. Lest bei uns auch, wie ihr mit Windows 10 eine Directx 12-kompatible Grafikkarte erkennen könnt.

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AMD-Crimson-Download herunterladen

AMD Crimson steht ab sofort auf der offiziellen AMD-Seite als Download zum Herunterladen bereit. Unterstützt werden die folgenden Betriebssysteme:

Abhängig von dem Betriebssystem, das ihr verwendet beträgt die Größe des Pakets zwischen 200 und 300 Megabyte. Fall ihr Probleme bei der Installation habt, zeigen wir euch in einem anderen Artikel, wie man den Grafikkartentreiber aktualisieren kann.

Bildquellen: Microsoft, AMD

Weitere Themen: AMD Trinity, AMD Catalyst Software Suite, AMD

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