Apple - Selbstmordserie bei Apple-Zulieferer

Leserbeitrag

“Foxconn”, ein chinesischer Elektronikfabrikant, hat zur Zeit mit einer erschütternden Suizidserie zu kämpfen. Zwölf Mitarbeiter des unter anderem für “Apple” und “Media Markt” tätigen Konzerns unternahmen innerhalb weniger Wochen Selbstmordversuche. Nur zwei überlebten. Kurz nachdem Firmenchef Terry Gou den Betrieb zwecks Aufklärung der Vorkommnisse besuchte, beging der zehnte Mitarbeiter Suizid. Gou zeigte sich sichtlich entsetzt über die Vorkommnisse und das Versagen bei der psychologischen Betreuung der Mitarbeiter. Er nahm außerdem ein Rundschreiben an alle Angestellte zurück, das Selbstmord untersagte.

Der chinesische Arbeitsrechtler Liu Kaiming machte die Kunden von “Foxconn” wie “Dell”, “Apple” und “HP” mitverantwortlich für die Lage. Diese Unternehmen erlangten Reichtum, ohne verantwortungsvoll die Arbeitsbedingungen bei “Foxconn” zu kontrollieren. Bei drei freien Tagen im Monat und 10 Stunden Arbeit am Tag, verdienen die 400.000 Menschen, die auf vier Quadratkilometer beschränkt leben und in 90 Prozent der Fälle gänzlich von ihren Familien getrennt sind, umgerechnet lediglich 240 Euro. Liu fordert die Gründung unabhängiger Gewerkschaften, um die Situation zu entschärfen und die Interessen der Mitarbeiter zu wahren.

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