Apple würde gerne auf DRM-Schutz verzichten

Leserbeitrag

(Holger) Steve Jobs, CEO von Apple, hat sich in einem ausführlichen Beitrag über die aktuellen Gegebenheiten der DRM-Systeme (Digital Rights Management) geäußert. Man würde zwar gerne auf den Schutz verzichten, habe aber keine Wahl, da die Musikkonzerne darauf bestehen.

Apple würde gerne auf DRM-Schutz verzichten

Anlass für die Meldung dürfte ein derzeit keimender Streit von Apple mit diversen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland und Frankreich, bezüglich des im iTunes Store verwendeten DRM-Systems “FairPlay” sein. Dieses verhindert die Wiedergabe von gekauften Songs auf anderen MP3-Playern als Apples iPod und trifft daher auf wenig Gegenliebe bei den jeweiligen Verbraucherschützern.

Steve Jobs schreibt nun, dass man gerne auf das DRM verzichten würde, wenn man die vier großen Musikkonzerne Universal, Sony BMG, EMI und Warner davon überzeugen könne nicht-geschützte Musik anzubieten. Da diese aber Angst davor haben, dass die Musik illegal im Netz getauscht wird, bestehen die Konzerne auf einen Schutz ihrer Inhalte.

Die Möglichkeiten, die man bei Apple nun habe, sind entweder das Fortfahren mit der aktuellen Vorgehensweise oder das Lizenzieren des “FairPlay”-Systems an andere Hersteller. Letzteres würde laut Jobs aber dazu führen, das vertrauliche Informationen über das System an die Öffentlichkeit gelangen könnten.

Apple selbst sähe es daher gerne, wenn sich die großen Musikkonzerne in Richtung DRM-freier Musik bewegen würden. Sollte dies passieren, würde Apple auch sofort nicht-geschützte Musik anbieten, so Jobs weiter.

Bis Ende 2006 wurden 90 Millionen iPods und 2 Milliarden iTunes-Songs verkauft.

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