4.660 Euro für Pferde-App: Apple zahlt die Rechnung

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Kinder können oft noch nichts mit dem Konzept Geld anfangen. So kann es passieren, dass sie horrende Summen für In-App-Käufe ausgeben. Die Eltern fallen aus allen Wolken und Apple lässt sich oft erweichen, die Summe zu erstatten. So auch hier.

4.660 Euro für Pferde-App: Apple zahlt die Rechnung

Lee Neale, ein 43-jähriger Vater aus Großbritannien musste feststellen, wie seinem Bankkonto 4.000 Pfund entnommen wurden. Diese Summe war, aufgeteilt auf viele kleinere Beträge, angefallen, als seine Tochter (8 Jahre) irgendwelche virtuellen Dinge für ihr virtuelles Pferd kaufte.

Das Passwort zum iTunes-Konto hatte sie offenbar und auch sonst waren keine Vorkehrungen getroffen, Kind und Vater vor versehentlichen Einkäufen zu schützen. Zu allem Übel erreichten ihn die E-Mail-Benachrichtigungen über die einzelnen Beträge nicht, weil er zu dem fraglichen Konto zeitweise keinen Zugang hatte.

„Sie hat noch nicht einmal eine Vorstellung davon, was eine Tüte Chips kostet“, beteuert der Vater. Er hatte sich an Apple gewandt mit der Bitte, die knapp 4.660 Euro nicht abzuziehen. Dort hatte man ihm zu verstehen gegeben, dass man das nicht tun werde.

Doch Neale kontaktierte die Presse. Er erzählte seine traurige Geschichte, beklagte sich, wie fürchterlich diese In-App-Käufe seien und dass man die Menschen darüber aufklären solle: „Diese In-App-Käufe sind fürchterlich und man sollte die Menschen darüber aufklären“.

Prompt reagierte Apple mit einer Entschuldigung und der Rückzahlung des Rechnungsbetrags. So froh man sein mag, dass Apple in Einzelfällen Kulanz walten lässt, sollte das doch kein Freischein für Eltern sein. Wer seinen Kindern iPhone, iPad oder iPod touch überlässt, muss eigenverantwortlich dafür sorgen, dass die lieben Kleinen nicht die iTunes-Rechnung in astronomische Höhen treiben.

Dafür stehen diverse Mittel zur Verfügung. Zunächst: Das iTunes-Kennwort sollte man nicht verraten. Außerdem lassen sich in den Einstellungen/Allgemein/Einschränkungen In-App-Käufe separat abschalten sowie Altersfreigaben und andere Sperren festlegen.

Das Benutzen von iOS-Geräten kann durchaus förderlich für die Entwicklung von Kindern sein. Allerdings sollte man iPad und Co. nicht als Eltern-Ersatz missbrauchen, wie früher bisweilen Fernseher und Game Boy.

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