Adobe-Chef: "Es geht auch ohne Apple oder iPad!"

M. Göbel
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Nachdem in der letzten Zeit Apple immer wieder wegen seiner Anti-Flash-Politik unter Beschuss stand, hat sich nun Adobe-CEO Shantanu Narayen betont unaufgeregt zu Wort gemeldet: Es gebe genug spannende Partner für Adobe, Apple sei da nur einer unter vielen.

Apple-Kritik an der Eignung von Flash für Geräte wie iPhone oder iPad weist der 47-jährige Adobe-Chef laut einem Artikel im Daily Telegraph zurück: “Wir haben bewiesen, dass unsere Technologie nicht nur dafür geeignet ist, sondern auch durchaus sinnvoll auf den Geräten eingesetzt werden kann.”

Shantanu Narayen war früher selbst Mitarbeiter bei Apple, hat sich nun jedoch einer anderen Unternehmenspolitik verschrieben: “Es gibt verschiedene Business-Modelle, für die man sich entscheiden kann: entweder offen oder geschlossen – so unterscheiden sich Apple und Google.”

Und eben auch Apple und Adobe: “Sie wollen ihr System geschlossen halten, wir sind auf Seite der Offenen. Wir wollen mit Partnern arbeiten, die gern mit uns kooperieren. Wir wollen unsere Energie auf die Leute konzentrieren, die mit uns gemeinsam mit Flash tolle Erlebnisse schaffen wollen – und davon gibt es viele.”

Von 20 führenden Mobilfunk-Firmen arbeiten 19 mit Adobe zusammen bzw. haben Flash integriert, darunter Motorola, HTC, RIM, Hewlett-Packard und Google. Und Adobes Creative Suite* kam unter anderem bei der Animation des Filmes “Avatar” zum Einsatz.

Eine grundsätzliche Absage an Apple ist das jedoch nicht: “Unsere Türen sind offen”, erklärt Narayen. “Für den Rest müssen Sie sich an Apple wenden.”

In den vergangenen Wochen wurde kolportiert, dass die US-Handelsbehörde IFC und die Europäische Kommission gegen Apple wegen dessen Anti-Flash-Politik ermitteln.

(Bild: Robert Scoble)

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