Alkoholkontrolle-Warner: Apple entfernt Apps

Flavio Trillo
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Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto fährt, gleichzeitig aber noch fit genug ist, sein iPhone zu bedienen, konnte sich bis jetzt mittels diverser Apps vor Alkoholkontrollen in den USA warnen lassen. Nachdem mehrere Politiker einen gemeinsamen offenen Brief an Apple, Google und RIM darum gebeten hatten, entsprechende Programme nicht mehr auf ihren Plattformen zu erlauben, hat Apple jetzt seine Freigaberichtlinien für den App Store aktualisiert.

Unter Punkt 22.8 ist jetzt zu lesen, dass all jene Apps, die Alkoholkontrollen anzeigen, die nicht von der Behörde selbst veröffentlicht wurden, entfernt werden. In manchen Fällen gibt die Polizei bekannt, wo sie die Autofahrer in “DUI checkpoints” (driving under influence) auf ihre Fahrtüchtigkeit hin überprüfen. Anwendungen, die solche Standorte lediglich wiedergeben, bleiben erlaubt.

Dort, wo die App-Entwickler die Inhalte selbst kontrollieren, können sie nachbessern. Einige Apps, wie etwa Trapster*, erlauben es den Anwendern aber, selbst Kontrollpunkte zu melden, ohne dass die Entwickler dies kontrollieren können. Dem Wortlaut der Richtlinie nach werden vermutlich auch diese Anwendungen gelöscht.

Die Regeln gelten grundsätzlich für die App Stores aller Nationen. So ist es möglich, dass auch hierzulande erhältliche Radarfallen-Warn-Apps* bald das Zeitliche segnen. Zumindest solche, die es den Nutzern erlauben, eigene Warnungen über Verkehrskontrollen zu veröffentlichen. Schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise auch Alkoholkontrollen gemeldet werden.

Wie bereits bei den In-App-Käufe in Spielen und Apps, die auf Kinder zugeschnitten sind, beugt sich Cupertino erneut dem Druck der Öffentlichkeit. In diesem Fall waren öffentliche Briefe von US-Abgeordneten dafür verantwortlich, dass Apple in iOS 4.3 für In-App-Käufe stets das Passwort verlangte, um Kinder vor unabsichtlichen Einkäufen zu schützen.

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