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Amazon schnappte Apple Goodreads vor der Nase weg

Flavio Trillo

Amazon hat vor wenigen Wochen den „Social-Reading-Dienst“ Goodreads übernommen. Damit hat es gleichzeitig Apples Pläne vereitelt, den Service in seinen iBookstore zu integrieren, will das Wall Street Journal erfahren haben.

Der Hersteller habe im letzten Jahr Gespräche mit Goodreads über eine Kooperation geführt. Ähnlich wie im US-iTunes-Store die Rezensionen von Rotten Tomatoes eingebunden sind, war geplant, den iBookstore mit Buch-Bewertungen von Goodreads anzureichern.

Zwar hätten beide Unternehmen sich eine Menge Zeit mit den Verhandlungen gelassen, wahren Fortschritt habe es aber nicht gegeben. Als Amazon sich dann interessiert zeigte, blieb Goodreads

plötzlich Apple gegenüber stumm — eine der Bedingungen des Online-Riesen, ein Angebot zu machen. Goodreads durfte nicht weiter mit Apple sprechen, so die Informationen des WSJ.

Amazon könnte nun etwa 200 Millionen Dollar für den Dienst bezahlen. Weitere Versuche Apples, Goodreads wieder für Gespräche zu öffnen, scheiterte.

Das Verhältnis zwischen Apple und Amazon hat sich nicht erst seit dem ersten Kindle-Tablet von einem netten Nebeneinander zu mittelscharfer Konkurrenz gewandelt. Schon beim Verkauf von digitaler Musik, Filmen und eBooks stehen die beiden Branchengrößen sich direkt gegenüber. Da kann jeder Vorteil, und seien es nur relevante Anwender-Rezensionen, eine Menge wert sein.

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Welches Apple-Produkt ist gegenwärtig Gegenstand einer Sammelklage, eingereicht von drei Kunden aus Pennsylvania, Kalifornien und Delaware?

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