Android macht Apple das Leben schwer

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Mit der kontinuierlich wachsenden Konkurrenz aus den Lagern der Android-Smartphones beginnt Apples Wachstumskurve langsam abzuflachen. Das Unternehmen konnte seine Marktanteile zwischen 2008 und 2010 von 2 Prozent auf 17 Prozent ausbauen. Allerdings sei die Zuwachsrate seit dem nicht weiter angestiegen, was Analysten zufolge vor allem auf stärkeren Gegenwind von Android-Herstellern wie Samsung, HTC und Motorola zurückzuführen ist.

Weltweit seien Smartphone-Lieferungen im 4. Quartal des vergangenen Jahres um 75 Prozent auf 94 Millionen Einheiten angestiegen, berichtet Computerworld unter Berufung auf Strategy Analytics. Apple überholt diesen Trend sogar noch und konnte seine iPhone Absätze innerhalb des gleichen Zeitraumes fast verdoppeln. Dabei habe man in Cupertino von den lohnenswerten Deals mit Mobilfunk-Anbietern und einer cleveren Marketing-Strategie profitiert.

Gute Quartalsabschlüsse bei Android-Herstellern wie HTC seien allerdings für ein stagnierendes Wachstum bei Apple verantwortlich. Das Unternehmen meldete zuletzt um stolze 163 Prozent gestiegene Smartphone-Verkaufszahlen. Möglicherweise könne Apple durch den Verkaufsstart des CDMA-iPhone beim US-Anbieter Verizon neue Impulse gewinnen. Dessen Vorboten spürt Motorola schon jetzt und meldet CNet zufolge für das letzte Quartal 2010 leichte Rückgänge bei den Verkäufen. Diese seien in der Tat auf Apples Ankündigung eines Verizon-iPhone zurückzuführen und es sei mit zusätzlichen Einbußen zu rechnen, wenn das Gerät ab nächster Woche verkauft wird.

In Zahlen bedeute dies für Motorola 26 Millionen US-Dollar Verluste im ersten Quartal 2011. Als Hoffnungsschimmer sieht Sanjay Jah, CEO von Motorola Mobility paradoxerweise die Anziehungskraft des iPhone. Wurden die Kunden erst einmal in den Laden gelockt, sei noch offen, mit welchem Gerät sie ihn wieder verließen.

Anbieter AT&T bleibt derweil trotz Verizon-iPhone stark und meldet für das 4. Quartal 2010 2,1 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem sei der Mobilfunksektor um 9,9 Prozent gewachsen. Dies führt dazu, dass Smartphones, Tablets und Co. erstmalig für mehr Einnahmen sorgten als das ursprüngliche Kerngeschäft des Unternehmens, die Festnetzanschlüsse.

Mit Blick auf den Verkaufsstart des CDMA-iPhone in der nächsten Woche darf man gespannt sein, ob AT&T die 4,1 Millionen iPhone-Aktivierungen des vergangenen Quartals auch für Q1/2011 halten kann.

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