Apple äußert sich zum iPad-Namensstreit mit Proview

Holger Eilhard
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Im Disput zwischen Apple und Proview Technology hat sich nun auch das Unternehmen aus Cupertino gegenüber den chinesischen Medien zu Wort gemeldet. Gleichzeitig wurde ein Gerichtsurteil aus Hongkong aufgedeckt, dass Apple die Namensrechte in China zugesteht.

Apple äußert sich zum iPad-Namensstreit mit Proview

In den vergangenen Tagen gab es vermehrt Berichte, dass Proview Technology unter anderem den Export des iPad aus China unterbinden wolle. Grundlage ist weiterhin die Aussage, dass Proview angeblich weiterhin die iPad-Namensrechte in China besitzt.

Apple sagte heute gegenüber China Daily, dass man die Rechte an „iPad“ vor einigen Jahren von Proview gekauft habe. „Proview weigert sich, sich an die Vereinbarung mit Apple zu halten und ein Gericht in Hongkong hat sich bereits auf die Seite Apples gestellt”, so die Aussage Apples. Apple sagte aber nicht, von welchem Proview-Unternehmen die Rede ist. So gibt es ein Proview Technology in Shenzhen (China), sowie ein gleichnamiges Unternehmen in Taiwan. Die beiden sind zwar verwandt, handeln aber dennoch als unabhängige Unternehmen.

Das Gerichtsurteil aus dem vergangenen Juli wurde erst kürzlich vom Wall Street Journal (via AppleInsider) aufgedeckt. Das Urteil besagt, dass Apple die Rechte am Namen iPad in China besitzt. Proview habe gegen die frühere Vereinbarung, diese Rechte an Apple zu übertragen, verstoßen.

Finanzielle Probleme bei Proview

Als Grund für den erbitterten Kampf von Proview gegen Apple wurde immer wieder die finanzielle Lage des chinesischen Konzerns genannt. Sollte sich daran bis Juni nichts ändern, soll das Unternehmen von der Börse in Hongkong gestrichen werden.


(Proview Technology, Shenzhen, Bild: Caixin.com)

Caixin.com veröffentlichte heute eine Reihe von Bildern des Unternehmens aus Shenzhen, die einen desaströsen Zustand des Unternehmens zeigen. M.I.C. Gadget hat ebenfalls noch einige weitere Bilder aufgetan.

Chinesische Händler nehmen das iPad aus dem Angebot

Wie bereits gestern gemeldet, haben einige Händler das iPad aus dem Programm genommen. Während das Gerät vielerorts online nicht mehr verfügbar ist oder beworben wird, wollen die Händler das iPad 2 weiterhin in ihren Läden anbieten, sofern die Kunden explizit danach fragen.

Im gestern gemeldeten Fall von Amazon China, hatte das Verschwinden des iPad nichts mit dem Streit zwischen Apple und Proview zu tun, der Online-Händler hatte lediglich keine Genehmigung die Geräte zu verkaufen.

Der Streit zwischen Apple und Proview lodert bereits seit einigen Jahren, uferte aber erst in den vergangenen Wochen und Monaten aus, nachdem Proview im Dezember vor einem Gericht in China Recht im Streit um „iPad“ bekommen hatte. Apple legte daraufhin Anfang Januar Einspruch ein. Die Streitigkeiten werden also voraussichtlich noch einige Zeit weitergehen, sollten sich die beiden Parteien vorher nicht außergerichtlich einigen.

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