Apple "Back To the Mac"-Event am 20. Oktober

Tizian Nemeth
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Ein Löwe blinzelt durch den Spalt, den das ausgestanzte Apple-Logo frei gibt. Damit ist eigentlich sicher, dass Apple auf dem angekündigten Special Event am 20. Oktober um 19 Uhr mittleuropäischer Zeit das kommende Betriebssystem Mac OS X 10.7 vorstellen wird. Was kann man auf Apples Special Event sonst noch erwarten? Das Motto ist “Back to the Mac” und damit spielt Apple wohl darauf an, dass dieses Thema in den letzten Monaten neben dem iPhone und iPad aus dem Blickfeld gerutsch ist.

Sicher scheint zumindest auch, dass der Hersteller sich für das neuen OS den Löwen ausgesucht hat. Das wirft allerdings die Frage auf, was nach dem König der Großkatzen noch kommen soll. Sehen Apple-Kunden das letzte Mal ein OS der 10. Generation? Und was kommt danach? Mac OS X 11 ist eher unwahrscheinlich, wahrscheinlicher ist da ein iOS für Macs.

Oder gibt es eine neue Tier-Linie, die Apple danach verwenden könnte? Was kann nach der Katzen-Serie von Cheetah über Puma, Jaguar, Panther, Tiger, Leopard bis hin zu Snow Leopard und nun Löwe folgen? Welches Tier oder welche Art könnte die neuen Eigenschaften der kommenden OS-Versionen am besten charakterisieren? Bei den Katzen dachte Apple zumindest an Geschwindigkeit.

Mac OS X 10.7 – die nächste Raubkatze, die letzte Raubkatze?

Doch bevor der Kreis zu groß gerät, sollte man erst einmal einen Blick auf die kommende OS-Version werfen. Viel ist im Vorfeld zu möglichen Funktionen nicht durchgesickert, was darauf schließen lässt, dass die Informationslücken in Cupertino deutlich kleiner sind als bei den Produzenten in Fernost.

Zumindest lässt sich die Testphase des neuen Systems ein Stück weit zurück verfolgen. Bereits im November 2009 tauchten erste Hinweise zu Mac OS X 10.7 im Netz auf, getestet haben die Entwickler das kommende OS auch mit den Anwendungen Transmit und Coda, wie Panic festgestellt hat.

Und auf Nachfrage von macnews.de Anfang des Jahres, bestätigte ein Entwickler von Tagtraum Industries: “Gelegentlich erhalte ich Systemabsturzlogs von Apple-Angestellten, bei denen sich auch bereits eine Crashlog-Meldung zu 10.7 fand. Bei einem Blick auf diese, musste ich feststellen, dass BeaTunes auf 10.7 schlecht aussieht. Die Fehlerbehebung ist recht klein, sollte aber die Ansicht verbessern.”

Auch MacRumors hatte Anfang des Jahres vermehrt Zugriffe von Mac OS X 10.7 registriert.

macnews.de ist der Meinung, dass diese Indizien darauf hinweisen, dass Apple mit dem neuen OS eine deutlich engere Anbindung vom Betriebssystem an das Internet verfolgt. Damit würde der Hersteller aus Cupertino diesmal auf den Spuren von Suchmaschinenbetreiber Google und seinem Chrome OS wandeln.

Indes sicher ist die Präsentation des neuen OS. Mit einem Verkaufsstart sollte man aber nicht vor Anfang 2011 rechnen.

MacBook Air mit 11,6-Zoll-Display, als Subnotebook oder doch nicht?

Ein neues MacBook Air, ein neues iWork und iLife ’11 – auch diese Präsentationen werden heiß diskutiert und sehnsüchtig erwartet.

Das Apple kommende Woche ein MacBook Air vorstellt ist zumindest wahrscheinlich, auch wenn nach Informationen die macnews.de erreicht haben, ein Termin Anfang November wahrscheinlich erscheint.

Die Hoffnung auf das dünnste MacBook nährt zusätzlich Shaw Wu von der Investment-Bank Kaufmann Bros.. Nach dessen Ansicht, wird Apple aus dem MacBook Air ein Subnotebook machen – das würde bedeuten: Ein kleineres Display mit 10 Zoll, womöglich einem ARM-Prozessor und einer SSD für die Daten.

Bereits im Juli waren Gerüchte aufgekommen, die ein kleineren MacBook Air mit 11,6-Zoll-Display gewarschaut haben. Anderer Seits waren Anfang des Jahres auch Stimmen laut geworden, die das Ende des Airs durch das iPad als gekommen ansahen. Sogar Apple-Mitarbeiter beteiligten sich in diesem Fall an der Legendenbildung.

macnews.de hält allerdings das Auftauchen eines neuen MacBook Air für wahrscheinlich, was auch die schrumpfenden Lagerbestände andeuten. Nur das Apple das neue MacBook Air schon am kommenden Mittwoch präsentiert ist noch nicht so gewiss.

iLife ’11 und iWork ’11 – arbeiten muss man ja

Auch Hinweise zu iLife ’11 will Banker Shaw Wu haben. Demnach testet Apple schon seit geraumer Zeit die Anwendungen. Das Apple Anwender noch länger auf iLife und iWork warten lässt, ist unwahrscheinlich.

Zudem haben sich auch hier schon konkrete Hinweise gezeigt: Auf Amazon sind bereits Bücher zur neuen Software aufgetaucht – und das nicht nur einmal. In einem der Fälle unterlief sogar Apple der Fehler.

Mag man der Gerüchteküche glauben – und wer mag da nicht – soll der Preis für das iLife-Paket* wie gehabt bei 79 US-Dollar liegen. Im neuen Paket wird man neben iPhoto Garageband, iMovie und iWeb eine neue Anwendung vorfinden, die iDVD ersetzen soll.

Das Apple iLife ’11 vorstellen wird, ist sehr wahrscheinlich. Bei iWork ’11 stehen die Chancen zumindest gut.

Die Wahrheit gibts am 20. Oktober – auch im macnews.de-Liveticker

Alles in allem wird es wieder viel zu sehen geben. Wer aber unter dem Motto “Back to the Mac” ein Feuerwerk an neuer Hardware erwartet, wird wohl enttäuscht. Dafür wird es Software satt geben – angefangen bei Mac OS X 10.7. Und auch iLife ’11 und iWork’11 werden Macianer ab Mittwoch wohl erfreuen.

macnews.de wird auf jeden Fall per Liveticker einmal mehr vom Apple Event berichten. Ab 19 Uhr gehts los.

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