Apple Computer: Herzlichen Glückwunsch zum 35. Geburtstag!

Rifkin Zaroc
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Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne hatten damals Humor. Der 1. April 1976 ist das offizielle Gründungsdatum des Unternehmens “Apple Computer”. Deswegen kann Apple heute Geburtstag feiern: 35 Jahre wird der Konzern alt, kein Witz. Damit ist Apple ein Junior-Senior in der IT-Branche, der immer noch innovative Computer und Software entwickelt, sein Geschäft aber auch mit dem Verkauf von Medieninhalten macht.

Eigentlich wäre der heutige Tag einen großen Tusch wert. Immerhin feiert Apple heute den 35. Geburtstag. Ein Jubiläum in der Mitte der dreißiger Jahres eines Unternehmenslebens, das andere mit Jubelschriften, Feiern und Hymnen begehen würden. Nicht so Apple, das heute vor 35 Jahren am ersten April, dem seit Jahrhunderten gepflegten Tag der spekulativen Geschichten von den drei Herren Jobs, Wayne und Wozniak gegründet wurde. 175o US-Dollar waren damals dafür nötig, Jobs verkaufte seinen VW-Bus, Wozniak seinen HP-Taschenrechner.

Sinn und Zweck des gemeinsamen Unternehmens sollte die Entwicklung von Computern sein. “Apple Computer” wollten sie es allerdings anfänglich nicht nennen. Wozniak mochte den von Jobs gefundenen Namen nicht, doch die selbst gesetzte Frist für die Namensgebung von fünf Monaten war abgelaufen, ein neuer Titel war ihnen nicht eingefallen. Also meldete Jobs die Firma als Apple Computer an.

Die beiden Erfinder machten in der Vergangenheit unterschiedliche Angaben zur Herkunft des Namens: Steve Jobs sagt, dass er damals Frutarier war und nur Obst aß. Die Gründer waren mit der Anmeldung des Unternehmensnamens drei Monate in Verzug, so dass er drohte, dafür “Apple Computer” zu verwenden, wenn ihnen bis fünf Uhr nichts interessanteres einfiele, um die Kreativität anzuheizen. Es fiel ihnen nichts besseres ein. Wozniak schreibt in seiner Biografie iWoz, dass ihnen der Name für die Partnerschaft bei einer Fahrt vom Flughafen in die Stadt eingefallen sei. Jobs sei gerade von einer Art Kommune in Oregon zurückgekommen, die er “Apple Orchard” nannte, Apfelgarten. Daher schlug Jobs “Apple Computer” vor.

Aus welcher Hippie- und Humor-Laune auch immer die Gründer Name und Termin wählten: Nach 35 Jahren ist Apple, wie der Konzern seit 2007 heißt, mit geschätzten 83,15 Milliarden US-Dollar eine der drei wertvollsten Marken der Welt. Und von Altersstarrsinn oder Midlife-Crisis ist beim Jubilar nichts zu spüren, Erlebniswelten wie um das kommende iPhone 5, das gerade erschienene iPad 2*, das künftige Mac OS X Lion und irgendwann ein tablet-artiger iMac versprechen auch für die nächsten Jahre spannende Unterhaltungen. Sicher: es gibt jüngere IT-Marken wie Google Inc., gegründet am 4. September 1998, also gerade 13 Jahre alt. Oder Amazon.com, das wenigstens schon stolze 17 Jahre alt ist. Und sie fordern den Mittdreißiger zu wechselnden Zwischenspurts heraus. Doch es gibt auch Ältere, wie IBM, das am 16. Juni diesen Jahres 100 Jahre alt wird, und gegen das Apple als hammerschwingender Revoluzzer antrat. Oder Microsoft, das Apple 1997 schon mal mit 150 Millionen Dollar aus der Patsche geholfen hatte. Microsoft wird am 4. April 2011 schon 36 Jahre alt.

Wer mehr zur Apple-Geschichte und seinen Erfindern wissen will, dem empfehlen wir folgende Bücher bei Amazon:

Steve Jobs: Und die Erfolgsgeschichte von Apple

*
iWoz. Die Autobiographie des Apple-Erfinders
*

und das ab Mai erhältliche
Apple: Die Geburt eines Kults

*

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