Apple: Die Suche nach der nächsten Revolution

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“Hat Apple keine Ideen mehr?”, fragt sich ein US-Kolumnist: “Dünner, schneller, leichter, aber nichts Neues”, so seine Beobachtung. Tatsächlich hat Apple seit dem ersten iPad im Jahr 2010 nichts wirklich Neues mehr vorgestellt. Daher stellt sich die Frage: Was kommt denn als Nächstes?

Andrew Blum von Newsweek kann sich vorstellen, dass Apple einfach “fertig” ist – die Vision, die Steve Jobs vor 30 Jahren hatte, sei Wirklichkeit geworden. Im Jahr 1983 sprach Jobs davon, dass Apple einen Computer eines Tages “in ein Buch” packen werde, so dass man ihn herumtragen kann, außerdem sollte der Benutzer “binnen 20 Minuten” erlernen können, wie er diesen Computer bedient. Aus heutiger Sicht passt diese Beschreibung recht gut zum iPad.

Blum greift außerdem ein Zitat von Apples Marketing-Chef Phil Schiller vom letztwöchigen Apple Event auf: Apples Ziel sei es, “ein bahnbrechendes innovatives Produkt zu erstellen und es dann über die Jahre unermüdlich mit den jüngsten Technologien auszustatten”. In den letzten Jahren hat sich Apple eher auf den zweiten Schritt – Updates mit neuer Technologie – konzentriert.

Deswegen fragt sich Blum: Was kommt als Nächstes? Zwar werde Apple noch einige Jahre gut mit der Strategie fahren, die eigenen Produkte schrittweise zu verbessern. Symptomatisch sei allerdings auch ein Bild gewesen, dass Apple während der Präsentation des jüngsten iMac zeigte: Die Reihe aller iMacs aus den Jahren 1998 bis 2012, die an die Skizzierung des Evolution des Menschen erinnert. Beim iMac gebe es seit 14 Jahren “nur” eine Darwin’sche Evolution statt einer Revolution.

Die Gerüchteküche erwartet von Apple zu einem gewissen Zeitpunkt einen Fernseher – was laut aber Blum “kaum das Werkzeug für das nächste Jahrhundert” sei. Andere Produkte wie Google Glass oder wirklich intelligente Computer seien eher noch Zukunftsmusik, bis dahin würden noch viele Jahre oder gar Jahrzehnte vergehen.

An Blums Beobachtung ist sicherlich etwas dran: Wer in der jüngeren Apple-Geschichte zurückblickt, sieht als große Weichenstellungen durch revolutionäre Produkte im Jahr 2001 den iPod, im Jahr 2007 das iPhone und im Jahr 2010 das iPad. Zwischen iPod und iPhone lagen also sechs, zwischen iPhone und iPad drei Jahre – so dass Apple noch Zeit bliebe, die “Revolutions-Frequenz” aufrecht zu erhalten.

Allerdings gab es Jahre vor dem iPhone und dem iPad Gerüchte um ein Apple-Handy und einen “Tablet-Mac”, die Produkte hatten sich also angekündigt. Aktuell gibt es eben nur Gerüchte um einen Apple-Fernseher – bei dem sich wirklich die Frage stellt, ob er ein ähnlich revolutionäres Produkt sein kann.

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Apple Fernseher

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