Apple-Fernseher: Jobs-Aussagen befeuern Gerüchte

In einem der vielen Interviews, die der Steve-Jobs-Biograph Walter Isaacson mit dem damaligen Apple-Chef führte, äußerte sich Jobs zu einem neuen Fernseh-Erlebnis von Apple. Jobs könnte damit zwar auch die Set-Top-Box Apple TV gemeint haben. Doch die Gerüchte um einen Apple-Fernseher reißen nicht ab: 2012 könnte das Gerät erscheinen, um dessen Entwicklung sich der geistige Vater von iTunes kümmern soll.

“Er wollte das mit Fernsehern machen, was er vorher mit Computern, Musik-Playern und Telefonen gemacht hat: Sie einfach und elegant machen”, berichtet Isaacson der Washington Post über Jobs. “Ich möchte einen integrierten Fernseher erschaffen, der vollkommen einfach zu benutzen ist”, zitiert Isaacson den verstorbenen Apple-Chef. “Er würde sich nahtlos mit allen unseren Geräten und iCloud synchronisieren.” Die Benutzer müssten sich nicht mehr mit aufwendigen Fernbedienungen für DVD-Player und zum Wechseln der Fernsehsender abgeben. Stattdessen werde der Apple-Fernseher die simpelste Benutzeroberfläche haben, die man sich vorstellen könnte, so Jobs. “Ich hab das endlich geschafft.”

Streng genommen ist für Jobs’ Vision nicht zwingend ein eigener Apple-Fernseher von Nöten. Stattdessen lässt sich ein existierender Fernseher auch mit Hilfe einer Set-Top-Box mit einer Apple-Benutzeroberfläche ausstatten. Eben das erlaubt das Apple TV*, von dem Apple erst letztes Jahr ein neues Modell vorgestellt hatte. Auch bietet dieses eine Anbindung an Apples iCloud. Steve Jobs könnte also auch einfach nur die bereits existierende Hardware gemeint haben, als er Isaacson vom neuen Fernseh-Erlebnis berichtete.

Die Gerüchte um einen eigenen Fernseher aus Cupertino halten sich hingegen seit Jahren. Und sie reißen nicht ab: Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass sich Jeff Robbin bei Apple um die Entwicklung des Apple-Fernsehers kümmere. Robbin arbeitet seit der Übernahme seiner Software SoundJam bei Apple. Aus Letzterer wurde Apples eigene Musik-Software iTunes, auch um die iPod-Entwicklung soll sich Robbin gekümmert haben.

Robbin soll laut Isaacsons Jobs-Biograhie für den Apple-Chef so wichtig gewesen sein, dass er einst ein Interview mit dem Time Magazine nur unter der Bedingung erlaubte, dass die Zeitschrift Robbins Nachnamen nicht mit abdrucken werde – Jobs machte sich Sorgen um mögliche Abwerbungsversuche durch Mitbewerber. Robbin arbeitet nun immer noch bei Apple und soll sich da nun eben um die Entwicklung des Apple-Fernsehers kümmern – wenn die Bloomberg-Quellen richtig liegen.

Der wohl größte Freund der Idee “Apple-Fernseher” ist Gene Munster. Der Piper-Jaffray-Analyst sagt seit Jahren ein Apple-HDTV voraus. Munster will im Januar diesen Jahres nicht genauer benannte Quellen in Asien getroffen haben, die von größeren Apple-Investitionen in LC-Displays berichteten – wobei das alles von 3,5-Zoll- bis hin zu 50-Zoll-Displays bedeuten könnte, wie Munster auch selbst einräumt. Im September hätten ihm Apples Komponenten-Hersteller aber berichtet, dass Prototypen von Apple-Fernsehern bereits funktionsfähig seien. Auch deuteten mehrere Apple-Patente auf die Entwicklung eines Fernsehgeräts hin.

Munster glaubt, dass das Gerät im Jahr 2012 erscheinen könnte, dann aber zunächst alles andere als günstig wäre: 1800 US-Dollar würden Kunden für einen Apple-Fernseher bezahlen müssen, rund 1300 Euro. Durch eine Kombination von herkömmlichen Kabel-Fernsehen mit Apples iCloud und einer Integration von Apples Spracherkennungs-Assistenten Siri könnte ein besonders attraktives Angebot diesen Preis aber rechtfertigen.

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