Apple-Gebrauchtgeräte: Im Gespräch mit eBay und Flip4New

Möchte der gemeine Apple-Nutzer seine ältere Hardware veräußern oder befindet er sich auf der Suche nach einer preisgünstigen Alternative zum Neugerät, so dürfte eBay für viele Anwender noch immer die vermeintlich erste Anlaufstelle sein. Aber auch Ankaufdienste wie Flip4New sind oftmals eine Option. GIGA sprach mit Sabrina Winter (Manager Consumer PR bei eBay) und Michael Sauer (Geschäftsführer und Mitbegründer Flip4New) über die Besonderheiten des jeweiligen Geschäftsmodells.

Apple-Gebrauchtgeräte: Im Gespräch mit eBay und Flip4New

eBay Auktionsverkauf: Hohe Erlöse

Sabrina Winter arbeitet nicht nur für eBay, sie lebt förmlich die Idee des Unternehmens. Bereits seit 1999 ist sie ein aktives Mitglied und sammelte bisher schon über 1.000 Bewertungen. Inzwischen hat sich ihr unmittelbares Umfeld anstecken lassen: „Meine ganze Familie verkauft eigentlich bei eBay“, verkündet sie nonchalant.

Das grundlegende Geschäftskonzept des Internet-Pioniers aus San José bedarf sicherlich keiner weiteren Erklärung, der Claim „3...2...1...Meins!“ bereicherte zwischenzeitlich den allgemeinen Sprachschatz der Deutschen. Für sie persönlich und sicherlich auch viele Kunden entscheidend: „eBay ist ein Weg, über den ich sehr viele Käufer erreiche, auch als Privatperson.“ Bei über 16 Millionen aktiven Nutzern (davon 5,4 Millionen Privatverkäufer und 175.000 gewerbliche Händler) allein in Deutschland, glaubt man ihr das gern. Positiver Nebeneffekt: Der erzielte Verkaufspreis ist höher als über alternative Verkaufsmethoden, wie beispielsweise Kleinanzeigen oder Flohmärkte.

Frau Winter untermauert dies gegenüber GIGA auch anhand konkreter Zahlen. So bekamen Verkäufer im Schnitt für ein gebrauchtes iPad 2 noch 383,48 Euro, ein iPhone 4 brachte 318,92 Euro – basierend auf einer Erhebung von Terapeak im Zeitraum vom 3. April bis zum 1. Juli 2012. Ein guter Erlös, verglichen mit den Neupreisen und möglichen Beträgen von anderen Verkaufskanälen. Da verwundert es nicht, dass täglich circa 100 gebrauchte iPads (Daten März) über eBay den Besitzer wechseln. Steht eine Neuankündigung seitens Apple bevor, steigen diese Werte natürlich noch an.

Einfach: Integrierte Produktdatenbank
Besonders der Verkauf von Elektronikartikeln, also auch Apple-Hardware, scheint ein Kinderspiel zu sein. Der Anwender sucht sich sein passendes Modell aus einer Produktdatenbank aus, die wichtigsten technischen Daten werden automatisch in die Beschreibung übernommen und können angepasst werden, sogar Bilder werden angeboten: „Da habe ich keine große Mühe und muss nichts mehr heraussuchen.“ resümiert Frau Winter. Sie fügt allerdings hinzu: „Ich finde es immer ehrlicher, wenn ein eigenes Foto verwendet wird, das zeigt, wie das Produkt wirklich ausschaut.“

Sicherheiten: Mindeststandards und weitere Werkzeuge
Doch wie sicher ist der Kauf über eBay, wie können sich Kunden und eBay selbst vor Betrügern schützen? Sabrina Winter verweist auf den hauseigenen : „Wenn sie mit PayPal bezahlen, sind sie abgesichert.“ Erhält der Kunde keine Ware oder die Beschreibung entspricht nicht den Tatsachen, erhält der Kunde sein Geld zurück. Gleichwohl gilt dieser komfortable Schutz eben nur bei PayPal, nicht bei anderen Zahlarten wie beispielsweise Überweisung.

Ein weiterer Sicherheitsmechanismus ist das . Detailliert nach einem Fünf-Sternesystem können Angaben gemacht werden zum Versand und der Qualität der Verpackung etc. So kann man sich ein Bild vom Händler vorab machen und erspart sich die eine oder andere Enttäuschung.

Apropos: Verkäufer müssen einhalten. Abstrakt formuliert bedeutetet dies, es wird vom Verkäufer ein professionelles, hilfsbereites und freundliches Verhandeln eingefordert. Konkret: Verkäufer sollten schnell auf Anfragen von Käufern reagieren. Verpackungs- und Versandkosten müssen angemessen gewählt sein und die notwendigen Angaben hierzu und zu weiteren Verkaufsinformationen im Angebot enthalten sein. Für eBay bei Streitfragen entscheidend: die Verhandlungsbereitschaft. „Am Ende sind es zwei Menschen, die Transaktionen gemeinsam durchführen“, fasst Frau Winter zusammen.

Hilft dies nicht, beziehungsweise erhält der Verkäufer beständig zu viele Negativbewertungen, behält sich eBay Sanktionen vor. Powerseller und gewerbliche Verkäufer können so aus dem jeweiligen Programm ausgeschlossen werden. Andere Möglichkeit: Verkaufsaktivitäten werden für diese Mitglieder eingeschränkt, bis sich das Verhalten wieder verbessert. Zum Beispiel können so keine unbegrenzten Angebote mehr eingestellt werden.

Des Weiteren bestätigte uns Frau Winter die Zusammenarbeit mit Apple im Zuge des (Verifizierte Rechte Inhaber). Dieses Programm dient dem Schutz von Marken-, Leistungsschutz- und Urheberrechten der jeweiligen Hersteller und dient unter anderem der Bekämpfung von Produktfälschungen.

Auf der nächsten Seite kommt Michael Sauer zu Wort und erklärt uns die Geschäftsidee von Flip4New.

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